Was soll das denn jetzt?
Dachte sich wohn unser Mandant als er gestern den Briefkasten öffnete. Er ist einer der von der TelDaFAx-Pleite betroffenen
Verbraucher. Über das Verfahren hatten wir schon berichtet. Nun erhielt der Mandant erneut Post im Zusammenhang mit dem
Insolvenzverfahren, die ihn dann doch sehr verwunderte.
Was war passiert?
Während er noch vor einiger Zeit einen Brief erhielt, in dem er darüber aufgeklärt wurde, wie denn nun das Verfahren weiter ginge,
insbesondere wann und wie die Forderungen anzumelden seien, enthielt der neue Brief eine Zahlungsaufforderung durch die Firma
Creditreform. Dabei handelt es sich um Forderungen betreffend der Gaslieferungen an den Mandanten.
Dass der Mandant seine Vorauszahlungen für die Stromlieferungen (TelDaFax hatte mit besonders günstigen Tarifen bei langer
Vorauszahlung geworben) nicht zurückerhalten würde, damit hat er sich schon fast abgefunden. Dass er nun aber angebliche noch offene
Forderungen an die Insolvenzmasse zahlen soll, übersteigt sein Vorstellungsvermögen.
Wie kann das sein?
Die verlorenen Vorauszahlungen auf der einen und angeblich noch offene Forderungen auf der anderen Seite sind nur durch das
Firmengeflecht zu erklären, aus dem die TelDaFax Holding bestand. Das Insolvenzverfahren wurde in diesem Zusammenhang über das
Vermögen von mehreren Firmen eröffnet.
Kann man das nicht gegeneinander aufrechnen?
Leider nicht zwingend. Zwar gehörten die Firmen letztendlich alle zu TelDaFax, aber trotzdem waren sie alle eigenständige
Rechtspersönlichkeiten. Dies wiederum führt dazu, dass nicht einfach die eine Forderung gegen die andere aufgerechnet werden kann.
Denn auch wenn Sie es im Zweifel gar nicht bemerkt haben, ist es unter Umständen möglich, dass Sie den Vertrag über die Gaslieferung
mit dem einen und den Vertrag über die Stromlieferung mit einem anderen Unternehmen geschlossen haben. Oder aber, dass Forderungen
von einer Firma an die andere abgetreten wurden, ohne das Sie hiervon informiert wurden.
Und nun?
Bitte zahle…
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