Ideologische Kämpfe um das Internet
Red Tape | 5. Juni 2009 — Was so leyenhaft zum Vorschein kommt, scheint nur die Spitze zu sein. Die Spitze um eine Diskussion über Internet, Ideologie, R…
Lizchen liest….
von dieser Idee einer französischen Abgeordneten
und fragt sich, seit wann Selberdenken aus der Mode gekommen ist. Aus der Mode, die – nicht nur bei Lebensmitteln ein jenseits aller Zutaten und Inhaltsstoffe von Food – auch ein immer lebensfremderes Menschenbild zeichnen und ins Licht setzen lässt. Anstatt genug Licht in Fehlentwicklungen von Gewicht und Figur der Figuren und damit nicht nur ihres Gewichts, sondern auch ihres Wertes zu bringen. Und nicht diese stehen und weiter in die falsche Richtung laufen zu lassen. Sondern zu ihnen zu stehen.
Was sind denn bitte die Feigenblättchen-Spotlights für eine Kosmetikwerbung, die gelegentlich mal eine Reihe normalfigurierter bis molliger Models in Unterwäsche für Lotions, Duschlotions und Seifen durch die Szenerie schickte oder Models der Silver Generation und best agers? Ja, es gibt sie – na, und ? Wie viele von ihnen sind denn ganz und gar nicht geschönt und gephoto-Shopped, um das Shopping anzukurbeln? Raten Sie mal.
Und jeder, der denken kann, weiss das. Als wüssten nicht gerade die Teens und Twens bestens, was mit Photoshop und masquerade an Maskerade und optischen Täuschungen und Schönungen genauso wie das Gegenteil möglich ist, die täglich und alltäglich in social media und mit videoclip-Konsum erleben, was da alles getrickst ist.
Und die – noch zu jungen nach Modelkarrieren strebenden – Menschen bringt man nicht von Fehlentwicklungen durch Warnbapperl, so Aufkleber mit Warnhinweisen davon ab. Wenn man schon nicht wirklich ernsthaft realistischere Werbemenschen zeigen möchte und kann oder will, um Produkte abzusetzen, zumindest nicht in signifikatem Umfang?
Wie wäre es dann damit, an die Stelle von „Du darfst“ oder an dieses hintendran ein „Ich bin so frei“ zu hängen, pardon: zu posten?
Die Freiheiten, die auch durch Warnhinweise nicht zu ersetzen sind:
Die Freiheit, sich zu informieren, dass Werbung IMMER schönt.
Die Freiheit selbst zu denken und nicht denken zu lassen.
Die Freiheit, nicht alles zu glauben, was uns geschminkt vorgeführt wird, als sei es auch ungeschmink…
» Vollständiger ArtikelErschienen 23. September 2009 auf http://jusatpublicum.wordpress.com.
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