Wahlvorschläge für die Schwerbehindertenvertretung

Wahlvorschläge für die Wahl der Schwerbehindertenvertretung müssen innerhalb der Einreichungsfrist mit der erforderlichen Anzahl von Stützunterschriften im Original beim Wahlvorstand eingehen. Die Einreichung von Telekopien genügt nicht, wie jetzt das Bundesarbeitsgericht entschied. Der Wahlvorstand muss das Vorliegen der erforderlichen Unterschriften zuverlässig prüfen können. Dies kann er nur, wenn ihm die Originalunterschriften vorliegen. Allerdings müssen sich nicht sämtliche Stützunterschriften auf demselben Blatt befinden. Es muss aber gewährleistet sein, dass sich die Unterschriften auf den Wahlvorschlag und nicht auf eine andere Erklärung beziehen. Dies kann beispielsweise durch die körperliche Verbindung mehrerer Blätter oder durch die Angabe eines gemeinsamen Kennworts auf sämtlichen Blättern geschehen.

Ohne Erfolg haben daher die Antragsteller eines Wahlanfechtungsverfahrens geltend gemacht, der Wahlvorstand habe einen für die Wahl der Bezirksschwerbehindertenvertretung per Telefax eingereichten Wahlvorschlag zu Unrecht zurückgewiesen. Die Wahlanfechtung war dennoch erfolgreich, da der Wahlvorstand in seinem Wahlausschreiben die Voraussetzungen der Wählbarkeit nicht ausreichend beschrieben hatte. Das Bundesarbeitsgericht erklärte deshalb, wie bereits in der Vorinstanz das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, die Wahl für ungültig.

Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 20. Januar …

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches

Themen: Bundesarbeitsgericht , Rheinland , Mitbestimmung

Erschienen 22. Januar 2010 auf http://www.rechtslupe.de.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Wahlvorschlag per Fax?

JuracityBlog | 23. Januar 2010 — Das Bundesarbeitsgericht hält Wahlvorschläge per Fax nicht für ausreichend. In einem Beschluss, das eine Wahl für den Schwerb…

Gebäudeeinmessung für das Liegenschaftskataster

Rechtslupe | 18. Februar 2010 — Die für eine Aktualisierung des Liegenschaftskatasters nach § 7 Abs. 1 NVermG erforderliche Vermessungsreife besteht regelmäßig…

Abluftreinigungsanlage für Schweinestall

Rechtslupe | 26. März 2010 — Ein Tierhalter kann eine bau- oder immissionsschutzrechtliche Genehmigung für eine kostengünstigere Abluftreinigungsanlage als …

Verwertungs- und Einziehungsverbot für künftige Aus- und Absonderungsrechte

Rechtslupe | 11. Januar 2010 — Das Insolvenzgericht kann ein Verwertungs- und Einziehungsverbot für künftige Aus- und Absonderungsrechte sowie eine Anordnung,…

Zweitwohnungsteuer für die GbR

Rechtslupe | 8. März 2010 — Der Steuergläubiger darf, sofern er Willkür vermeidet, denjenigen als Gesamtschuldner einer Zweitwohnungsteuerforderung in Ansp…

Wiederkehrender Anliegerbeitrag für Verkehrsanlagen

Rechtslupe | 11. Januar 2010 — Die Gemeinden in Rheinland-Pfalz können für den Ausbau von Verkehrsanlagen wiederkehrende Beiträge erheben, Kosten der Instands…

Brillenabgabesystem für Augenärzte

Rechtslupe | 30. Juli 2010 — Es stellt eine unangemessene unsachliche Einflussnahme auf die ärztliche Behandlungstätigkeit dar, wenn durch das Gewähren oder…

Zuchtverbot für Haubenenten

Rechtslupe | 6. Januar 2010 — Landenten mit Federhauben (Haubenenten) weisen soviele genetische Defekte auf, dass ihre Zucht nach einem Urteil des Hessischen…

Erschwernisbeiträge für versiegelte Flächen

Rechtslupe | 12. April 2010 — Die Erhebung von Erschwernisbeiträgen auf der Grundlage der im Liegenschaftskataster aufgeführten Bezeichnungen nach der Anlage…

Abschnittsbildung: Abschnittsbildung für den Straßenausbaubeitrag

Rechtslupe | 9. Juni 2010 — Die Abschnittsbildung ist ein Vorfinanzierungsinstitut und setzt ein Bauprogramm voraus, das einen Ausbau der Straße auf ganzer…