Waffenhändler Schünemann
criminologia | 22. Juni 2009 — Das niedersächsische Innenministerium hat in Chargen von einigen tausend Exemplaren seit dem vergangenen Jahr über 13.000 ausge…
Das niedersächsische Innenministerium hat in Chargen von einigen tausend Exemplaren seit dem vergangenen Jahr über 13.000 ausgediente Polizeiwaffen für 2,8 Millionen Euro verkauft.
Aus rein rechnerischer Sicht ist der Verkauf nicht zu beanstanden, da Gelder, die für die Vernichtung von Waffen hätten aufgebracht werden müssen, gespart und stattdessen die Verkaufserlöse eingenommen werden.
Kriminalpräventiv und politisch ist die Aktion fragwürdig. Vor kurzem debattierte der deutsche Bundestag über ein Verbot des Spieles Paintball, weil es einen gefährlichen Einfluss auf mögliche Amoktaten haben könnte. Spätestens seit dem Amoklauf in Erfurt wird die Notwendigkeit von Waffen, mit denen im Gegensatz zu Paintball tatsächlich Menschen getötet werden können, im Privatbesitz diskutiert.
Natürlich ist der die Waffe bedienende Mensch das Problem, aber gerade bei den möglichen Schäden (tödliche Verletzungen, Amoktaten, Bedrohung von Menschen bei Überfällen), die durch Waffen angerichtet werden können, ist ein Verbot von Waffen in privater Hand eine mögliche Präventionsstrategie.
Dass ein Law-and-Order-Mann wie Innenminister Schünemann, der gerne die verdachtsunabhängige komplette Überwachung seiner Mitbürger einführen würde, potentielle Tatwaffen unter d…
» Vollständiger ArtikelErschienen 22. Juni 2009 auf http://criminologia.de.
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