Pizza-Mord: Angeklagte belasten sich gegenseitig
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Im Prozess um den so genannten "Pizzamord" in Würzburg hat die einzige Augenzeugin der Tat am Dienstag die Vorwürfe der Anklage weitgehend bestätigt. Die 42-jährige Frau war Mieterin der Wohnung, in der die beiden 34 und 35 Jahre alten Angeklagten am 17. Mai 2006 einen Bekannten gemeinsam totgeschlagen und -getreten haben sollen.
Alle drei Männer kannte die 42-Jährige aus dem Obdachlosen- und Bahnhofsmilieu, mit dem 34-jährigen Angeklagten hatte sie zum Zeitpunkt der Tat eine intime Beziehung. In ihrer kleinen Würzburger Wohnung feierte sie mit den drei Männern ihren Geburtstag nach, als es zu dem Streit um eine Tiefkühl-Pizza kam.
"Da waren wir alle nicht mehr nüchtern", sagte die Frau. Sie bestätigte weitgehend die Aussage ihres früheren Freundes: Vor allem der 35-jährige Angeklagte habe brutal auf den dritten Mann eingeschlagen und eingetreten, weil der die eigens für ihn zubereitete Pizza nicht essen wollte.
Teilweise verspeist wurde die Pizza dann von der Frau und ihrem Freund, während der 105-Kilo-Mann direkt daneben auf dem Bett immer wieder auf das Opfer einschlug. Nach Aussage der Zeugin hat der 35-Jährige gut eine halbe Stunde lang auf seinen Bekannten eingeprügelt. Sie selbst und ihr Freund wollen aus Angst vor dem 35-Jährigen nicht eingegriffen haben: "Wir haben uns zurückgehalten, weil er so in Rage war."
Erst als das umherspritzende Blut des Opfers das Bett und die Wand dahinter verschmutzte, sei auch der 34-Jährige wütend geworden. Er warf dann allerdings nicht dem Schläger, sondern ausgerechnet dem Opfer vor, mit seinem Blut eine "Sauerei" veranstaltet zu haben. Danach trat er, ebenso wie der andere Angeklagte, mehrmals auf das blutüberströmt und hilflos am Boden liegende Opfer ein.
"Ich dachte doch nicht, dass er an seinen Verletzungen stirbt", sagte der 34-Jährige. Doch auch eine intensivmedizinische Behandlung im Krankenhaus konnte das Leben des Opfers nicht mehr retten. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die beide…
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