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Vorwurf der “Scheiß Stasi-Mentalität” rechtfertigt noch keine fristlose Kündigung

am 18.04.2007 von Recht und Alltag

Die Parteien streiten über die Rechtswirksamkeit einer fristlosen Kündigung, die die Beklagte im Wesentlichen mit dem Vorwurf begründet, der Kläger habe gegenüber einer Mitarbeiterin von “Scheiß Stasi-Mentalität” gesprochen und damit auch die im Gebiet der ehemaligen DDR geborenen und dort lebenden Geschäftsführer der Beklagten gemeint.
Der seit ca. 14 Jahren bei der Beklagten beschäftigte Kläger neigt dazu, seine Beherrschung zu verlieren und herumzubrüllen. Die an sich unstreitige und ehrverletzende Beleidigung ist im Zusammenhang mit einer Falschbuchung gefallen, die im Hauptsitz der Beklagten in Sachsen aufgefallen war.
Nachdem das Arbeitsgericht Oberhausen (Az.: 4 Ca 1047/06) die fristlose Kündigung für unwirksam erklärt hatte, fand diese auch im Berufungsverfahren vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) Düsseldorf mit Urteil vom 05.03.2007 (Az.: 10 Sa 1321/06; Revision nicht zugelassen) keine Bestätigung.
Das Berufungsgericht konnte keinen eindeutigen Bezug zu den Geschäftsführern der Beklagten feststellen, als der Kläger von der “Scheiß Stasi-Mentalität” sprach. Das Gericht …

Vorwurf der Stasi-Tätigkeit - LG Berlin verbietet Buch der TU Dresden

Media Rights / In einer einstsweiligen Verfügung hat das LG Berlin (27 O 809/06) der Technischen Universität TU Dresden heute bis auf weiteres verboten, ein Buch mit Erinnerungen ehemaliger Studenten zu vertreiben. Die TU gibt unter dem Titel Mit dem Motorrad dur…

Wutausbruch rechtfertigt fristlose Kündigung eines Lehrlings

Recht und Alltag / Grundsätzlich steht bei Ausbildungsverhältnissen der Erziehungsgedanke und nicht die Arbeitsleistung im Vordergrund. Dennoch müssen sich Ausbilder weder anschreien noch bedrohen lassen. Ein solches Verhalten kann grundsätzlich auch die fristlose…

Stasi-Kündigung ist unwirksam

Handakte WebLAWg / Das LArbG Berlin-Brandenburg hat die Kündigung der Frauenbeauftragten wegen Verdachts der Tätigkeit als IM für unwirksam erklärt. Im vorliegenden Fall ging es um die Berufung des beklagten Landes gegen ein Urteil des Arbeitsgerichts Berlin vom 12…

Kündigungsschreiben muss im Original ausgehändigt werden

Recht und Alltag / Die Parteien streiten über die Rechtswirksamkeit einer ordentlichen betriebsbedingten Kündigung. Nachdem eine Produktionshalle der Beklagten abgebrannt war und dieser Standort später insgesamt aufgegeben war, führte die Beklagte Massenentlassunge…

Keine fristlose Kündigung bei verspätet eingereichtem Attest

Rechtblog / Das verspätete Einreichen eines Krankheitsattests rechtfertigt noch keine fristlose Kündigung eines Arbeitnehmers wegen unentschuldigten Fehlens. Das gilt nach Ansicht des Arbeitsgerichts Frankfurt auch dann, wenn sich das Arbeitsverhä…

Kündigung unwirksam trotz 15 Monaten Knast

JuracityBlog / Bei einer Haftstrafe von 15 Monaten muss der Arbeitgeber die Zeit überbrücken und den Arbeitsplatz freihalten, eine trotzdem ausgesprochene “personenbedingte Kündigung” ist jedenfalls als fristlose Kündigung unwirksam,…

Wenn der Arbeitgeber an der Klotür klopft …

37sechsBlog / Das “stille Örtchen” ist auch nicht mehr das, was es mal war. Das dürften sich auch die Richter des Landesarbeitsgerichts Hamm gedacht haben, als sie über eine fristlose Kündigung wegen diesem hier zu entscheiden hatten: Am 11.0…

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In diesem privaten Webblog berichtet der Lichtenberger Rechtsanwalt Folkert Janke über rechtliche und alltägliche Themen.

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