Gutes ebook-Management dank Calibre
Jurakopf | 21. Februar 2010 — Es gibt sie: Die brauchbare eBook-Software, auch wenn (noch) mit kleinen Haken. Auf jeden Fall ist diese Software, Calibre, hie…
Ich habe etwas neues, das meinen Alltag erleichtern und bereichern sollte: Einen eBook-Reader von Sony mit Touchscreen. Bei den bisherigen Geräten fehlte mir schlicht die Möglichkeit, eigene Anmerkungen oder Hervorhebungen (einfach) vorzunehmen – ein wesentliches Element meines Arbeitens, wenn ich Dinge lese. Nachdem der neue PRS600 dies nun offerierte, habe ich mir einen angeschafft.
Ansicht: Sony PRS600 (Touch Edition)
So ein Gerät pendelt natürlich zwischen zwei Polen: Geniale Arbeitshilfe oder hübsch anzusehende Spielerei. Mein Fazit nach gut 2 Wochen: Schwierig. Vor allem, weil man wieder das wichtigste nicht hoch genug einstuft.
Also vom Lesestil her ist es wirklich toll: Diese Displays sind verdammt gut zu lesen, kommen auf jeden Fall an bedrucktes Papier ran. Das merkt man auch nicht zuletzt beim Lesewinkel – gleich wie man es hält, es wirkt immer gut und klar. Auch die eingebaute Zoom-Funktion klappt sehr gut, ich konnte bisher alles so einstellen, dass es immer ideal lesbar war. Ein Vergleich vom Lesegefühl her mit einem Bildschirm verbietet sich schlicht.
Hier gibt es beim reinen Lesen also nichts zu mosern, aber: Beim Umblättern. Jedenfalls der PRS600 bietet ein relativ träges Display, es dauert eine gefühlte Sekunde, bis eine Seite aufgebaut ist. Wenn ich z.B. in einem Buch nicht einfach nur Seite für Seite blättere, sondern (ohne die Seitenzahl zu kennen) einen bestimmten Abschnitt suche und von Seite X zu Y zu Z springe – das Springen geht übrigens sehr komfortabel! – wird der träge Seitenaufbau äußerst nervig. Hier liegt m.E. das grösste Versagen von Sony bei dem Gerät, das ich inzwischen auch als unverzeihlich einstufe.
Zweiter Wehrmutstropfen ist die Software: Optisch auf itunes gemacht ist sie schon zugänglich und leicht zu bedienen. Doch kann man nicht einfach eigene PDF-Dateien in die Bibliothek ziehen, vor allem verwaltet die Bibliothek die importierten Bücher nicht selbstständig. Man sollte also ein eigenes Verzeichnis anlegen und hier selber die Bücher organisieren, um diese dann in die Software zu importieren. Umständlich und wie immer ein Zeichen, dass man bei einem Produkt nicht zu Ende denken konnte.
Besonders ärgerlich ist aber etwas anderes: Mann kann Autor und Titel des Buches nicht einfach in der Bibliothek ändern, vielmehr muss man die entsprechende PDF-Datei mit dem Adobe Acrobat öffnen, die Dokumenteninfos ändern und hat dann das gewünschte Ergebnis. Höchst Nervig und nicht Alltagstauglich.
Wenn man die Bücher einmal auf dem Reader hat – man kann die Bücher übrigens in “Sammlungen”, dem Äquivalent zu Playlists, organisieren – geht es aber wirklich sehr gut, hier gibt es keinen Grund zu motzen. Bis auf das träge Display, das aber beim normalen Lesen nicht wirklich ins Auge fällt.
Gl…
» Vollständiger ArtikelErschienen 2. Dezember 2009 auf http://www.jurakopf.de.
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