Vorsicht bei Zeithonorarvereinbarungen in personalvertretungsrechtlichen Beschlussverfahren

Das Anwälten häufig entgegen gehaltene Argument, wenn die gesetzlichen Gebühren des RVG kein kostendeckendes, qualifiziertes anwaltliches Arbeiten erlauben, müsse eben auf eine Vergütungsvereinbarung zurückgegriffen werden, wird leider in der Rechtsprechung immer wieder konterkariert, so beispielsweise auch im Beschluss des VGH Mannheim vom 02.11.2010 - 15 S 127/10-. In dem vom VGH Mannheim entschiedenen Fall hatte ein Personalrat Anwälte in mehreren personalvertretungsrechtlichen Beschlussverfahrenauf der Basis einer Vergütungsvereinbarung über ein Zeithonorar mit seiner Vertretung beauftragt. Nach dem VGH Mannheim hat die Dienststelle gleichwohl nach § 44 I 1 BPersVG „regelmäßig“ nur die gesetzliche und nicht die vereinbarte Vergütung zu tragen. Die in § 3a I 3 RVG bei einer Vergütungsvereinbarung zum Ausdruck gekommene Wertung des Gesetzgebers zur regelmäßigen Erstattung nur der (niedrigere) gesetzlichen Vergütung im Falle der Kostenerstattung erfasse jedenfalls der Sache nach auch die Kostenerstattungssituation des § 44 I 1 BPersVG. Eine Haftung des Pers…

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Themen: Vgh Mannheim , Vergütungs- Und Kostenrecht , Personalrat , Vergütungsvereinbarung

Erschienen 15. Dezember 2010 auf http://www.blog.beck.de/blog.

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