Vorratsdatenspeicherung und Kriminalstatistik - eine Nachlese

Anfang des Jahres hatte der AK VDS, der sich gegen die Vorratsdatenspeicherung engagiert, eine kriminalstatistische Untersuchung vorgestellt, mit der belegt werden sollte, dass die VDS bei der Aufklärung von Straftaten nicht effektiv hilft. Damit sollte die Behauptung der Befürworter einer VDS widerlegt werden, eine Vorhaltung der Telekommunikationsdaten sei für die Strafverfolgung wichtig.

Ich hatte mich sehr kritisch zu dieser Untersuchung geäußert (hier), und zwar in zweierlei Hinsicht: Die Kriminalstatistik ist erstens wegen ihres Erhebungsmodus nicht geeignet, für oder gegen die Effektivität der VDS Argumente zu liefern. Zweitens waren dem AK VDS bei der Auswertung der Daten erhebliche Fehler unterlaufen. Meine Kritik hat man beim AK VDS aufgegriffen und die Auswertungsfehler korrigiert. Die Neuauflage findet sich hier, die ausführlichere englische Version hier. Das Fazit des AK VDS: Aus der Kriminalstatistik lasse sich jedenfalls kein Vorteil bei der Aufklärung von schweren Straftaten bzw. Internetstraftaten erkennen - die Aufklärungsquoten sind in der Zeit der Nutzung der VDS nicht angestiegen bzw. haben sich sogar verringert.

Meinen ersten Kritikpunkt muss ich allerdings aufrecht erhalten: Die Aufklärungsquote ist statistisch von mehreren Faktoren abhängig, nämlich in erster Linie von der Anzahl der angezeigten Delikte, die vom möglicherweise schwankenden Anzeigeverhalten der Straftatopfer abhängt, in zweiter Linie vom darin enthal…

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Themen: Vorratsdatenspeicherung , Kriminologie , Vds , Kriminalstatistik , Aufklärungsquote , AK Vds
Rechtsgebiet: Strafrecht

Erschienen 16. September 2011 auf http://www.blog.beck.de/blog.

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