(Keine) Auswirkungen des Vorratsdatenspeicherungsurteils auf Filesharing-Fälle
Offene Netze und Recht | 7. April 2010 — IP-Notiz hat einen Beitrag zu den Auswirkungen des Urteils des BVerfG zur Zulässigkeit der Vorratsdatenspeicherung veröffent…
Kaum war das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) in Sachen Vorratsdatenspeicherung gesprochen (hier die Pressemitteilung), schon stapeln sich hier die Anfragen von Mandanten, die ich in Filesharing-Fällen vertrete: "Aber dann durfte der Provider doch meine Daten gar nicht rausgeben. Können wir das nicht gegen die Abmahnung verwenden?" Das ist wohl leider eher nicht der Fall, wäre da meine Antwort. Denn die Vorratsdatenspeicherung, der das Bundesverfassungsgericht heute einen (kleinen) Dämpfer erteilt hat, hat mit der Auskunftsverpflichtung der Provider nichts zu tun: Die Provider waren nach den Vorgaben der Vorratsdatenspeicherung, § 113a Absatz 4 Telekommunikationsgesetz (TKG), zwar dazu verpflichtet, beispielsweise IP-Adresse und Nutzungszeitraum 6 Monate lang zu speichern. Nach der Zweckbindung des § 113b TKG ist eine Verwendung dieser Verkehrsdaten zu Gunsten privater Unternehmen - also etwa zur Feststellung von Verstößen gegen das Urheberrecht - jedoch gerade nicht vorgesehen. Die Daten dürfen nur zur Bekämpfung bestimmter schwerer Straftaten übermittelt werden. Das galt auch schon vor dem Urteil des BVerfG (siehe dazu auch den Beschluss des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 12.05.2009 - Az. 11 W 21/09. Die Provider greifen vielmehr bei Filesharing-Angelegenheiten auf Daten zurück, die sie für eigene Zwecke auf der Grundlage des § 96 TKG gespeichert haben (z.B. also, um Entgelte abzurechnen, Störungen von Telekommunikationsanlagen zu…
» Vollständiger ArtikelErschienen 2. März 2010 auf http://klawtext.blogspot.com/.
Offene Netze und Recht | 7. April 2010 — IP-Notiz hat einen Beitrag zu den Auswirkungen des Urteils des BVerfG zur Zulässigkeit der Vorratsdatenspeicherung veröffent…
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beck-blog | 19. Februar 2010 — Über die Vorratsdatenspeicherung (zwangsweise Speicherung von Verkehrsdaten durch TK-Unternehmen und Dienstleister zu Strafve…
beck-blog | 28. Mai 2009 — In einer aktuellen Entscheidung des OLG Frankfurt a.M. (Beschluss v. 12.05.2009, Az. 11 W 21/09) haben die Richter die Frage …
Beckmann und Norda Rechtsanwälte Bielefeld | 19. März 2008 — Das Bundesverfassungsgericht hat mit Beschluss vom 11.03.2008 – 1 BvR 256/08 – dem Eilantrag gegen die in § 113a und § 113 b TKG g…
LawBlog | 3. Juli 2010 — Auch nach dem Ende der Vorratsdatenspeicherung wird auf Vorrat gespeichert. Viele Internetanbieter legen die Verbindungsdaten f…
FakJu! | 2. März 2010 — Mal wieder ein kurzes Lebenszeichen hier: Die Vorratsdatenspeicherung in der jetzigen Form verstößt gegen Grundrechte und ist dahe…
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Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 22. Februar 2010 — BVerfG, [Urteil vom 03.03.2010]; Az. 1 BvR 256/08; 1 BvR 263/08; 1 BvR 586/08 Art. 14 GG; § 113a TKG; § 100g StPO Das BVe…
Juraexamen.info | 10. Juni 2010 — In Ergänzung zu unserem ausführlichen Artikel zum Urteil des BVerfG zur Vorratsdatenspeicherung möchte ich noch einige ergänz…
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