Umgang und Unterhalt
Kanzleien im Internet | 25. Februar 2011 — Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Es gilt weder das Motto ” ich zahle, also kann ich dafür auch das Kind sehen”, no…
Die Presseerklärung der StA ist in aller Munde. Die jüngsten medialen Worte ebenso. Und quer durch Medien und ihre Kritik und durch die Foren liest sich, was noch immer polarisieren kann. Und im Grund in 3 Kategorien oder Ebenen geordnet werden könnte:
1. Der Fehler
2. Das Verhalten, als der Fehler offenkundig wird – ReVUE-Einstellung
3. Das Verhalten post-VORLÄUFIGEM Scheiterns
Es liesse sich endlos diskutieren, was es aussagt über einen Minister, einen Politiker, wenn er Job, Beruf, Familie und Doktorarbeit nicht unter einen Hut bekommt. Fachlich. Belastbarkeit. Kompetenz. Soft skills. Soft skills auch der eigenen Überschätzung. Bei gleichzeitiger schlampigster Handhabung des Materials mit dem er arbeitet. Es liesse sich – und manche Frau mag das leise für sich gedacht haben und auffallend ist: in keiner Diskussion schien das eine oder einer laut sagen zu wagen – auch trefflich darüber schmunzeln, wie sich hier ein vermeintlich „gestandenes Mannsbild“ für seine miserable wissenschaftliche Arbeitsweise, seinen schlampigsten Umgang mit fremden Quellen und Texten und Zitatpflichten damit zu verteidigen suchte, er haben Job, Beruf und Familie gehabt und da sei dann halt leider leider leider die Sorgfalt bei soviel Belastung quasi bissl aus dem Blickfeld geraten bei seiner Doktorarbeit. So sinngemäss. Man MUSS es nicht einmal aussprechen, was jeder weiss und jede Frau am Arbeitsplatz zu hören bekäme, die mit „ich hab ja schliesslich auch noch Familie und Kinder und die Doktorarbeit….“ wenn sie ihre Arbeit nicht 1a abliefert. Oder beim Doktorvater mit den anderen drei Bällchen als Ausrede zu jonglieren versuchen wollte. Nobody is perfect. Kann auch niemand sein. Und auch das erkennen eigener Leistungsgrenzen ist eine Kompetenz. Und DIE zu erreichen wäre kein Scheitern, sondern 1st step zu neuem Erfolg. Und der 2. Schritt das Lernen, wie es dann besser gehen könnte. Holprig, vielleicht, aber eben aufrichtig. Es ist müssig, wenn hie und da die Rede ist, man müsse jemandem auch seinen Fehler mal vergeben können, wenn er ihn schon einsehe. Denn das scheint eben der „casus knaxus“ …..diese Einsicht scheint unverändert dem ihm für sich erforderlichen Eigenbild den Rang streitig zu machen und daher keine reale Chance zu haben.Und damit auch nicht die Befähgiung zu neuen Ämtern, zu denen auch der Umgang mit eigenen Grenzen, mit politischen Fehlern , auch neuen, und dem Einstehen für Verantwortung gehört. Die Prognose der Eignung dafür bemisst sich auch nach dem bisherigen Umgang mit eigenen Grenzen. Und definitiv erfolgtem Scheitern um das Plagiat. Über das die Uni Bayreuth klarere Folgerungen zog, als der Abschluss des Ermittlungsverfahrens. Und erfolgtes Scheitern im Umgang damit. Wiederaufstehen ist richtig. Aber bitte auch mit der richtigen Haltung dazu.
Und noch ein a…
» Vollständiger ArtikelErschienen 25. November 2011 auf http://jusatpublicum.wordpress.com.
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Guttenbergs Plagiatsaffäre ist beendet - zumindest aus juristischer Sicht. Nun geht es dem früheren Verteidigungsminister darum, Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Acht Monate nach seinem Rücktritt spricht Guttenberg von "ungeheuerlichen Fehlern" beim Verfassen seiner Doktorarbeit und schließt nicht aus, dass er wieder nach politischen Ämtern strebt. Eindeutig ist er in seinem Urteil über die CSU.
In der CSU haben kritische Bemerkungen ihres früheren Polit-Stars Karl-Theodor zu Guttenberg zum Zustand der Partei Verärgerung ausgelöst. Doch es gibt auch Parteikollegen, die Verständnis für seine Kritik äußern - und auf seine Rückkehr hoffen.