Vorfragen bei Existenzgründung

Existenzgründer stehen zumeist immer vor den gleichen rechtlichen Fragen, die sich rund um die Themen Rechtsform, Firmierung, Formalitäten bei der Gründung und steuerliche Fragen drehen. Nicht zuletzt ist auch das Risiko der persönlichen Haftung häufig ein Aspekt, der nicht zu unterschätzen ist. Diese Themen möchte ich hier im Laufe der Zeit mit einzelnen Beiträgen näher beleuchten, wobei ich heute mit einigen Vorfragen bei der Existenzgründung beginnen möchte.

Vorfragen zur Existenzgründung

Der Erfolg eines Existenzgründers ist entscheidend abhängig von den persönlichen Voraussetzungen und Eigenschaften der Person, die hinter dem Unternehmen steht. Hierbei ist nicht so entscheidend, ob der- oder diejenige gesegnet ist mit kreativen Gedanken oder sachlichem Verstand. Viel wichtiger für den Erfolg ist die Fähigkeit, stets vor der Konkurrenz die wesentlichen und richtigen Entscheidungen zu treffen. Dazu gehört, neue Entwicklungen und Trends früher zu erkennen, im eigenen Unternehmen zu integrieren und schließlich zum Erfolg zu führen. Nichts desto trotz gibt es einige Eigenschaften, die einen guten Unternehmer auszeichen und sich wie folgt umschreiben lassen:

Gutes „Gespür“ für Geschäftschancen, Stabile Persönlichkeit, Überdurchschnittliche Tatkraft und Unbedingter Wille zum Erfolg.

Das Thema der Haftung und Insolvenz interessiert zwar die wenigsten Existenzgründer, weil man zu Beginn nicht an das Ende denken will. Niemand beschäftigt sich gerne mit der Möglichkeit, dass das neu gegründete Unternehmen nicht wie geplant läuft. Nichts desto trotz sollten sich (auch) Existenzgründer mit dem Risiko einer persönlichen Haftung für Verbindlichkeiten des Unternehmens sowie mit der Gefahr einer etwaigen Insolvenz beschäftigen.

Gerade neu gegründete Unternehmen betrifft das Risiko einer Insolvenz aus verschiedenen Gründen besonders stark. Am häufigsten sind die folgenden Ursachen verantwortlich für eine unvorhergesehene Unternehmenskrise:

(schleppende) Zahlungsweise der Kunden bis hin zum Forderungsausfall, unzureichendes Eigenkapital, Schwierigkeiten bei der Finanzierung mittels Kredit.

Sehr häufig haben Existenzgründer mit vielen neuen Kunden zu tun, die sie noch nicht kennen und denen Sie zu Beginn der Geschäftsbeziehung zu viel Vertrauen entgegenbringen. Jeder muss hier seine eigenen Erfahrungen sammeln, doch wer (wie ich) seine erste Forderung gegenüber einer Aktiengesellschaft wegen deren Insolvenz abschreiben muss, macht sich die entsprechenden Gedanken und trifft zukünftig notwendige Vorkehrungen. Die meisten Existenzgründer haben ohnehin mit mangelndem Eigenkapital zu kämpfen, so dass die geringen finanziellen Rücklagen in der Regel nicht ausreichen, um einen Forderungsausfall zu kompensieren. Besonders hart trifft das Branchen mit Materialeinsatz und Personalbedarf zur Abwicklung eines Auftrags oder einer Bestellung. Gerade Existenzgründer sind…

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Themen: Existenzgründung

Erschienen 28. Mai 2010 auf http://www.schwerd.info.

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