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Vorbestrafter Kassier veruntreut 10.000 Euro der Kitzinger Tafel

am 11.07.2008 von http://www.woetzel-online.info/

„Moralisch war das auf der untersten Stufe“, sagte Richter Thomas Behl. Über 10.000 Euro hat der ehemalige Kassierer der Kitzinger Tafel“ in den Jahren 2005 und 2006 in die eigene Tasche gesteckt. Wegen Untreue in 122 Fällen wurde der schwer behinderte 60-Jährige vom Würzburger Amtsgericht am Montag zu zwei Jahren Gefängnis auf Brewährung verurteilt. Dass sie sich bei der Gründung des Vereins im Jahr 2003 den falschen Mann als Kassierer ausgesucht hatten, merkten die Mitglieder der „Kitzinger Tafel“, die Bedürftige mit Lebensmittel versorgt, erst vier Jahre später. Ausgerechnet einen Mann, der bereits mehrfach wegen kleinerer Betrügereien vorbestraft war, machten sie unwissentlich zum Verantwortlichen für die Vereinskasse.Misstrauisch wurde der Vereinsvorsitzende Manfred Seigner erst, als bei einer Vereinsversammlung im vergangenen Jahr die Kassenprüfer nicht erschienen. Nur telefonisch entlasteten sie Vorstand und Kassierer uns traten anschließend von ihren Ämtern zurück. Seigners Nachforschungen brachten 122 Fälle der Untreue mit einem Gesamtschaden von mehr als 10.000 Euro zu Tage. Mit den Vorwürfen konfrontiert, gab der Beschuldigte alles zu und unterschrieb sogar ein notarielles Schuldanerkenntnis. Seit Mai 2007 hat er bereits 3.000 Euro zurückgezahlt, auch vor dem Schöffengericht gab er alles zu. Mit Geldspenden von unter zehn Euro, die er in die eigene Tasche steckte, fing alles an. Auch Sachspenden, die Einnahmen des samstäglichen Lebensmittelverkaufs der Tafel und die Gewinne aus Verkäufen auf dem Weihnachtsmarkt zahlte der 60-Jährige nicht auf das Vereinskonto ein, sondern benutzte sie zur Bestreitung des eigenen Lebensunterhalts. Nach eigenen Angaben stehen dem Rentner und seiner ebenfalls schwer …

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Patrick Wötzel

Gerichtsberichterstatter, Lokaljournalist, Sportreporter - Revier: Würzburg

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