Guides: Examen ohne Repetitor
Juraexamen.info | 22. Oktober 2011 — Zu dem Thema wurde auf unserer Seite bereits häufig berichtet. Der Vollständigkeit halber möchte ich an dieser Stelle noch auf …
Aufgrund der vielfältigen Novellierungen der Studienordnungen in jüngerer Zeit stellt sich für viele Studenten mehr denn je die Frage, wann der für sie beste Zeitpunkt zur Ablegung der Schwerpunktprüfung ist.
Wie auch sonst, stehen sich hierbei zwei Lager gegenüber, deren Positionen vielfach so vehement vertreten werden, dass man sich inmitten einer Glaubensfrage zu befinden scheint.
Wir wollen versuchen, uns der Frage des besten Zeitpunkts für den Schwerpunkt einmal in aller Gelassenheit nähern und euch bei der Entscheidungsfindung helfen, um den für euch persönlich besten Weg zu finden.
1. Der „Klassiker“: die Schwerpunktprüfung vor dem Examen
Seit Einführung der Schwerpunktprüfung vor einigen Jahren hat sich der Großteil der Studenten dafür entschieden, den Schwerpunkt bereits vor dem Examen abzulegen.
Dies hat durchaus einiges für sich:
Zum einen befindet man sich damit noch immer auf der Linie der überwiegenden Mehrzahl der Studierenden, hat also immer einen Ansprechpartner aus dem gleichen Semester, wenn es um Fragen der Wahl und Organisation des Schwerpunktbereichs, der Abfassung der beiden zu fertigenden Hausarbeiten oder der mündlichen Prüfung geht. Da das Jurastudium ohnehin zum Einzelkämpfersein zwingt, ist es doch sehr hilfreich, den einen oder anderen um sich zu haben, der in der gleichen Studiensituation ist wie man selbst.
Hinzu kommt, dass man erfahrungsgemäß nach dem Examen nicht so leicht den Weg „zurück an die Uni“ findet, während der Großteil der Kommilitonen bereits erste praktische Erfahrungen sammelt oder sich in den Anfängen des Referendariats befindet. Sich nach der viel Kraft kostenden Examensvorbereitung erneut in Vorlesungen zu setzen und seine Zeit in der Bibliothek zu verbringen, um Hausarbeiten und Klausuren vorzubereiten, fällt vielen nicht leicht. Das Gefühl, doch eigentlich schon fertig zu sein, kann dabei viel an Motivation kosten.
Schließlich ist an den Zeitverlust zu denken. Durch eine Verlegung des Schwerpunktbereichs auf die Zeit nach dem Examen verlängert sich das Studium automatisch um zwei weitere Semester. Da die mündlichen Prüfungen im ersten Staatsexamen in der Regel im Februar und August liegen, kommt noch einmal die Wartezeit bis zum Semesterbeginn von rund 2 Monaten dazu. Ob man sich nach immerhin über 4 Jahren intensiven Studiums eine solche Verlängerung noch antun möchte, dürfte in vielen Fällen fraglich sein.
2. Der „individuelle Weg“: die Schwerpunktprüfung nach dem Examen
Seit einiger Zeit wird von einigen Studenten ein individuellerer Weg der Studienplanung gewählt: die Ablegung der Schwerpunktprüfung nach dem ersten Examen. Auch die Repetitoren von hemmer+wüst werben in jüngerer Vergangenheit für diesen Weg. Dass hierfür durchaus gute Gründe bestehen können, ist dabei nicht von der Hand zu weisen:
Zum einen besteht hierbei der Vorteil…
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