Von der Leyen plädiert für Frauenquote in Wirtschaft noch 2011

Berlin (Reuters) - In der Bundesregierung wächst die Zustimmung, eine Frauenquote für die Spitzengremien der Unternehmen per Gesetz durchzusetzen:

Nach Familienministerin Kristina Schröder hat nun auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen vorgeschlagen, noch in diesem Jahr eine gesetzliche Regelung zu beschließen. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft seien "krachend gescheitert", sagte von der Leyen dem Magazin "Spiegel" laut Vorabbericht vom Samstag. "Daher wird die Regierung noch dieses Jahr einen Vorschlag vorlegen." Statt einer genauen Vorgabe wolle von der Leyen aber eine 30-Prozent-Mindest-Grenze für Männer und Frauen.

Bereits am Freitag hatte Familienministerin Schröder angekündigt, in einem Stufenplan den Frauenanteil in Führungsgremien der Unternehmen erhöhen zu wollen. Kern des Plans sei eine gesetzliche Pflicht zur Selbstverpflichtung, schrieb Schröder in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt". Unternehmen ab einer gewissen Größe würden dazu verpflichtet, individuell eine selbst bestimmte Frauenquote festzulegen, die innerhalb von zwei Jahren erreicht werden solle.

Für ihren Vorschlag erntete Schröder Kritik. In der Regierung lehnt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) eine Regelung per Gesetz ab. Auch der Wirtschaft und der CSU gehen die Vorschläge zu weit. Die SPD hat Schröders Pläne dagegen als nicht weitreichend genug bezeichnet.



Quelle: Reuters (29. Januar 2011)

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Themen: Berlin , Germany , Western Europe , Europe , Handelsblatt , Sabine , Wirtschaft , German Language - General , German Language - Equities , Government / Politics , Judicial Process / Court Cases / Court Decisions

Erschienen 29. Januar 2011 bei http://www.reuters.com.

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