Von der Gnade, nicht als Anwalt erkannt zu werden

Die Kollegin Braun berichtet hier darüber, dass man ihr ihren Beruf nicht abgenommen habe. Ist das denn so schlimm, wenn einen die Leute nicht für einen Anwalt halten? Aus meiner Sicht ist es das nicht. Ich hatte mich hier schon darüber ausgelassen, wie lästig es ist, auf einer Party mit der gleichnamigen Frage konfrontiert zu sein. Das alleine spricht schon für ein Inkognito. Aber auch Anfragen à la "Ich hab da ein Problem mit meinem Nachbarn" erreichen einen nicht, wenn man sich nicht outet. Problematisch wird es nur dann, wenn man irgendwo eingeladen ist, wo potentielle Mandanten gewonnen werden könnten. Dann sollte man jedem, der es im Zweifel gar nicht hören will, von seiner Profession berichten. Und erst hier stellt sich die Outfitfrage, der man je nach Klientel wohl unterschiedlich begegnen wird. Meine Mandanten legen größtenteils keinen Wert auf Dinge, auf die ich ebenfalls keinen Wert lege, was z. B. bedeutet, dass die Handtasche egal ist, die Armbanduhr indes nicht. Kollegen, die es vorwiegend mit Geschäftskunden zu tun haben, müssen schon eher darauf achten, dass ihr Anzug die richtige Marke hat. Dann gibt es noch die Kollegen, die entweder so …

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Themen: Zweifel , Profession

Erschienen 17. Mai 2010 auf http://strafverfahren.blogspot.com/.

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