Vom Selbstverständnis

Versicherungsmenschen sind manchmal schon seltsame Menschen. Nicht nur die Vertreter, auch die im Innendienst. Zum Beispiel bei der Haftpflichtversicherung der wgv.

Für eine Mandantin machen wir Schadensersatzansprüche geltend. Der Nachbar hatte deren ein Jahr alten Fernseher vom Hocker gestoßen. Anstelle des Neurpreises von 399 EUR will die wgv aber nur 250 EUR ersetzten. Dann auf Nachhaken eines Bekannten der Mandantin 300 EUR. Aber das sieht die nicht ein, Ihr alter Fernseher hatte ihr immerhin auch 15 Jahre gute Dienste geleistet.

Also kommt die gute Frau zu uns und wir holen uns die Deckungszusage bei ihrer RSV: der wgv. Dann schreiben wir den Schädiger an. Das volle Programm: Neupreis, Unkostenpauschale in Höhe von 25.- EUR, Fahrtkosten für die Fahrten zu den Elektogeschäften (ja, ich weiß) und die Kosten unserer Beauftragung. Alles in allem weitere 190.- EUR. Nachdem der Schädiger auch falsche Angaben in der Schadensmeldung gemacht hat, weisen wir ihn darauf hin, dass die Versicherung, bei der er versichert ist, die gleiche ist, bei der auch unsere Mandantin rechtschutzversichert ist. Und das falls die Versicherung die Falschangab…

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Themen: Beruf

Erschienen 28. November 2007 auf http://drms.de/keineSau.

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