Vom Bierdeckel zum T-Modell
am 16.06.2005 von http://www.kulioo.de
Mit der vorgezogenen Neuwahl Regierungsübernahme durch die Union im September kommt die Stiftung Marktwirtschaft unter Zeitdruck. Sie soll das Konzept für eine große Steuerreform erarbeiten. Gestern fand im Berliner Hilton ein Gespräch zwischen der Reformkommission der Stiftung und den Verbandsspitzen der Wirtschaft und Vertretern der Unionsparteien statt. Auf der Tagesordnung stand die Unternehmenssteuer, die nach den voraussichtlichen Wahlprogrammen sowohl der CDU als auch der SPD künftig rechtsformunabhängig sein soll. Dafür sind drei Modelle vorgeschlagen:
Das Optionsmodell ermöglicht Personengesellschaften den freiwilligen Wechsel zur Körperschaftssteuer. Entwickelt haben das Modell Joachim Lang (Köln) und Johanna Hey (Düsseldorf).
Das Tarifoptionsmodell erlaubt die Übernahme des niedrigen Körperschaftssteuertarifs unter Anwendung der Regeln der Einkommenssteuer. Die Idee stammt aus der Steuerabteilung von Boehringer Ingelheim, deren Leiter Ullrich Fechner auch dem Ausschussbereich Personengesellschaften beim BDI vorsitzt.
Wie es sich für eine Unternehmensberatung gehört, hat sich Ernst & Young hauptsächlich einen schicken Namen für ihr Modell einfallen lassen: Beim T-Modell (Los. Abmahnen.) hängt die Besteuerung davon ab, ob die Gewinne ausgeschüttet oder reinvestiert werden.
Die Kommission selbst bevorzugt nach einem Bericht der Welt das Optionsmodell, was aber nicht verwundert, da der Kommissionsvorsitzende Joachim Lang es selbst entwickelt hat. Zwar legt die Kommission Wert auf ihre Überparteilichkeit, doch angesichts der agierenden Personen kann davon ernsthaft keine Rede sein.
Zum Glück hab ich mich nicht für den Schwerpunktbereich Steuerrecht entschieden.
„Haushaltsabgabe“ gegen „Vereinfachte Rundfunkgebühr
Telemedicus / Hinsichtlich der Neuregelung der Rundfunkgebühren sind sowohl die Idee eines steuerfinanzierten Modells als auch die Kopfpauschale vom Tisch. Dies ergab ein Treffen der Ministerpräsidenten der Länder. Gegen ein steuerfinanzierten Modell sprac…
Stiftung Marktwirtschaft zieht Bilanz
STEUERRECHT / Kommission “Steuergesetzbuch” legt breit abgestütztes Konzept vor. In weit über 150 Arbeitsgruppensitzungen haben die Kommissionsmitglieder (vgl. unten) unter dem Dach der Stiftung Marktwirtschaft Reformvorschläge für die Bereiche Ein…
Bundesfinanzminister fordert Reverse-Charge-Modell
STEUERRECHT / Nachdem die EU-Kommission gestern einen Antrag DeutschÂlands auf Ermächtigung zur Einführung des “Reverse-Charge-VerÂfahrens” als Sondermaßnahme nicht genehmigt hat, fordert BunÂdesfinanzminister Peer Steinbrück die Einführung…
Bürger dürfen selbst über Fingerabdrücke im Ausweis entscheiden
Datenschutzbeauftragter Online / Spiegel-Online berichtet gerade: Der Streit über Fingerabdrücke in Personalausweisen ist offenbar beigelegt. Wie die “Neue Osnabrücker Zeitung” unter Berufung auf Innenpolitiker der Großen Koalition berichtet, sollen die Abdrücke nur…
Eigenheimförderung NRW
Blickpunkt Recht & Steuern / Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat sein Förderprogramm umstrukturiert und neu aufgelegt, mit dem die Bildung von Wohneigentum in Nordrhein-Westfalen gestärkt werden soll. Rund 560 Millionen Euro stellt das Land in diesem Jahr für den Bau von E…
Rückschlag für Internetsperren
Datenschutzbeauftragter Online / Noch am 19.10 hatte ich berichtet, dass das Modell der Internetsperren (ohne richterliche Verfügung) bei Urheberrechtsverletzungen stärker diskutiert wird. Nun berichtet Heise, dass die EU-Kommission das Thema wohl beerdigt hat: Die EU-Kommission…
» Ausschüsse
» Chancen für alle - Das Portal für Reformen in Deutschland - Prof. Dr. Johanna Hey
» Ernst & Young - Steuerberatung - T-Modell
» Willkommen bei der Stiftung Marktwirtschaft
» LEGIOS-Online
» Institut für Steuerrecht - Ansprechpartner
» Union will Mittelständler entlasten
DIE WELT im Internet: Ihr Online-Informationsdienst
