Vollrausch heißt: Richtig voll und nicht nur ein bißchen
Heymanns Strafrecht Online Blog | 13. Dezember 2010 — In seinem Beschl. v. 10.11.2010 - 4 StR 386/10 hat der BGH das Verfahren gegen den Angeklagten eingestellt, soweit dieser vom…
Jedem nüchternen Menschen ist bekannt, dass man unter Wirkung von alkoholischen Getränken kein Auto fahren darf. Trotzdem finden täglich auf unseren Straßen sogenannte Trunkenheitsfahrten statt. Doch wie kommt es dazu. Natürlich beruhen viele Fahrten auf der Hoffnung, nicht erwischt zu werden oder aus Gleichgültigkeit gegenüber dem Gesetz. Anders ist die jedoch häufig bei den Fällen, von denen man in der Zeitung liest. Da fahren Autofahrer mit Blutalkoholkonzentrationen Auto, die für den normalen Menschen häufig nicht vorstellbar sind. Im Ergebnis können diese Personen jedoch nicht wegen einer Trunkenheitsfahrt verurteilt werden. § 20StGB bestimmt, dass eine Bestrafung nicht möglich ist, wenn sich der Täter zum Zeitpunkt der Straftat in einem schuldausschließendem Zustand befunden hat. Naheliegend ist ein solcher Zustand ab 3 Promille Alkohol im Blut aufwärts. Da der Gesetzgeber jedoch nicht billigen kann, dass jemand sich in einen solchen Rausch versetzt, dass er nicht mehr weiß was er tut, hat er mit dem § 323a StGB – dem sogenannten strafbaren Vollrausch, einen Auffangtatbestand geschaffen. Schutzgut dieser Vorschrift ist primär der Schutz der Allgemeinheit vor den Gefahren, die von Berauschten regelmäßig ausgehen. Voraussetzung für eine Verurteilung ist neben dem Vollrausch und der in diesem Zustand begangenen Straftat, dass der Täter sich vorsätzlich oder fahrlässig in diesen Zustand versetzt hat. Wer unkontrolliert beginnt Alkohol zu trinken, dem wird ein solcher Schuldvorwurf stets zu machen sein. Geschützt werden sollen jedoch diejenigen, die nichts dafür können, dass sie Alkohol zu sich genommen haben. Denkbar ist dies zum Beispiel dann, wenn dem Alkoholunerfahrenen heimlich Alkohol in das Getränk ge…
» Vollständiger ArtikelErschienen 31. Juli 2010 auf http://www.schadenfixblog.de.
Heymanns Strafrecht Online Blog | 13. Dezember 2010 — In seinem Beschl. v. 10.11.2010 - 4 StR 386/10 hat der BGH das Verfahren gegen den Angeklagten eingestellt, soweit dieser vom…
Rechtsanwalt Achim Flauaus | 20. April 2010 — Es hat den Anschein, als werde § 323a StGB als Auffangtatbestand für alle diejenigen Fälle eingesetzt, in denen wegen Schuldunf…
Verkehrsrecht RA Honsel | 14. August 2011 — Der BGH hat entschieden, dass der Vollrausch eines Autofahrers die Vollkaskoversicherung nicht unbedingt zur Verweigerung der …
LawBike.de | 7. März 2011 — Es ist nicht unbekannt, dass während der Karnevals- bzw. Faschingszeit verstärkt Alkoholkontrollen durchgeführt werden. Wer m…
Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf | 25. Juni 2011 — Der Bundesgerichtshof (IV ZR 225/10) hat festgestellt, dass auch im Falle der Unzurechnungsfähigkeit eines verunfallten Versi…
Kanzlei Finkenzeller & Kollegen | 2. Oktober 2008 — Erschienen im “Tip” am 24.09.2008 Promille-Grenzen Nach Günther Beckstein ist es „kein Problem, wenn einer eine Maß trinkt,…
Anwalt bloggt | 8. Dezember 2010 — Vollrausch setzt voraus, dass der Zustand des Täters seinem ganzen Erscheinungsbild nach als durch den Genuss von Rauschmitteln…
Schadenfixblog | 15. April 2011 — Gerade in der jetzt anstehenden Sommerzeit hat das Fahrrad Hochkonjunktur. Das schöne Wetter zieht ins Freie und lässt die Lust…
Schadenfixblog | 10. Februar 2010 — Viele lassen das Auto lieber zu Hause, wenn Sie am Abend Alkohol trinken. Das ist vernünftig! Manche greifen dann lieber zum Fahrr…
Rechtsanwalt München | 9. März 2012 — AG HÖXTER, URTEIL VOM 21.06.1995 Der Angeklagte fuhr trotz einer BAK von 1,11 Promille mit seinem Kfz und wurde mit nachstehe…