Volle Arbeitnehmerfreizügigkeit in der gesamten EU
In acht Monaten ist es so weit: Ab 1.5.2011 genießen auch die Arbeitnehmer aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Tschechischen
Republik, der Slowakischen Republik, Slowenien, sowie
und die volle Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union. Mit Ablauf des 30.4.2011 endet nämlich der seit
dem Beitritt dieser 10 neuen Mitgliedstaaten am 1.5.2004 geltende siebenjährige Übergangszeitraum (sog. 2+3+2-Modell). Mehr zum
rechtlichen Hintergrund hier: (…)
Auszug aus GTAI-Newsletter Rechtsnews 9/2010:
Der Sorge insbesondere kleiner und mittelständischer Betriebe und Arbeitnehmer vor einem Zuwanderungsstrom von Staatsangehörigen aus
den damaligen Beitrittsländern wurde durch Übergangsregelungen begegnet, d.h.: Die EU-15, und somit auch Deutschland, konnten ihre
nationalen Regelungen hinsichtlich des Zugangs zum Arbeitsmarkt in einem bis zu sieben Jahre dauernden Übergangszeitraum ab 1.5.2004
(sog. 2+3+2-Modell) aufrechterhalten. Nicht alle EU-15 haben davon Gebrauch gemacht, für Zypern und Malta galt das Modell ohnehin
nicht. Darüber hinaus konnten auch die neuen Mitgliedstaaten entsprechende Beschränkungen gegenüber den EU-15-Ländern einführen. Sinn
und Zweck dieser Regelung war es, ein langsames Zusammenwachsen der Arbeitsmärkte zu ermöglichen. Spätestens sieben Jahre nach dem
Beitritt sollte dann überall die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit.
Gegenüber Bulgarien und Rumänien, die zum 1.1.2007 der EU beigetreten sind und eine Erweiterung auf insgesamt 27 St…
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