Volks- und Raiffeisenbank Eisleben eG: Cobold-Anleihen der DZ-Bank sorgen für Wirbel

Vielen Kapitalanlegern wurden Cobold-Anleihen 74 der DZ-Bank verkauft, deren Rückzahlwert am Ende der Laufzeit unter anderem an das wirtschaftliche Schicksal der Lehman-Brothers gekoppelt war. Nach der Pleite dieser amerikanischen Großbank ist der Wert dieser Cobald-Anleihen effektiv auf Null zu setzen. Anleger suchen die Öffentlichkeit in der Fernsehsendung Escher des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Sie organisieren sich und besprachen am 14. März 2009 ihre rechtliche Lage. Der Information und der weiteren Koordination bei der Durchsetzung von Ansprüchen diente ein gemeinsames Treffen engagierter Investoren, denen von ihrer Volksbank die Anlage in Cobold-Anleihen der DZ-Bank empfohlen worden war. Die investierten Gelder sollten nach dem Willen der Anleger sicher angelegt werden; inzwischen stellte sich aber heraus, dass die Anlage ein Flop war. Als Referent zu dieser Veranstaltung wurde der Siegburger Anwalt Hartmut Göddecke eingeladen. In seinen Ausführungen ging er auf die Grundlagen zur Anlageberatung ein: „Wenn der Wunsch nach einer sicheren Kapitalanlage vom Sparer dem Bankberater erklärt wird, sind Cobold-Anleihen zur Geldanlage vollkommen untauglich. Wird über den Inhalt und die Struktur eines derartig komplexen Finanzprodukts nicht in der Beratung verständlich und vollständig aufgeklärt, so haftet die Bank für den eingetretenen Schaden.“ Was sich im Laufe der Diskussion und in vielen Gesprächen herausstellte, war erschütternd. Etliche – vor allem ältere Sparer – wollten ihre über viele Jahre gesparten Gelder ungefährdet anlegen und vertrauten ihrer Volksbank in Eisleben. Dieses Vertrauen resultierte bei Vielen aus der bereits schon seit mehreren Jahrzehnten geführten Kundenbeziehung. Bei Anlageentscheidungen wurde von den Sparern aus dem Mansfelder Land immer wieder der Bank gegenüber eindeutig gesagt, dass zum Teil gemachte bittere Erfahrungen aus vorherigen negativen Anlageentscheidungen sich auf keinen Fall wiederholen dürften. Die Besucher der Veranstaltung erklärten unisono, dass sie ihrer Kundenberaterin erklärten, sie würden lieber auf eine hohe Verzinsung verzichten, aber dafür wollten sie am Ende der Laufzeit ihr Kapital vollständig zurück erhalten. Gerade diesem Wunsch konnten Cobold-Anleihen auf keinen Fall gerecht werden. Die Eisleber Sparer sind über die in den Anleihen zwangsläufig wohnenden Risiken in Unkenntnis gelassen worden. Ihnen wurde nicht erklärt, dass das Schicksal der Cobold-Anleihe an das Wohl und Wehe…

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Themen: Schäden , Schicksal , Lehman Brothers

Erschienen 16. März 2009 auf http://www.kapital-rechtinfo.de.

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