Foltermord: Volkacher Foltermord vor dem Schwurgericht
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Im Prozess um die grausame Folter und Tötung an einer 74-jährigen Renterin in Volkach (Kreis Kitzingen) hat der Angeklagte zum Auftakt ein Teilgeständnis abgelegt. Der 51-jährige Maschinenbaumeister gab zu, seine verhasste Stiefmutter am Abend des 3. April 2006 im Keller des gemeinsam bewohnten Anwesens nach einem heftigen Streit getötet zu haben.
Der Angeklagte gibt dem Opfer eine Mitschuld an der blutigen Tat: Ich habe mich provozieren lassen, Dinge zu tun, die ich mir nicht erklären kann. Die Rentnerin soll ihn bei der Auseinandersetzung zur Weißglut getrieben haben, bis er die Beherrschung verlor: Da habe ich wie von Sinnen auf sie eingeschlagen, teilte der 51-Jährige am Dienstag vor dem Würzburger Schwurgericht über seinen Verteidiger mit.
Mehrere Minuten lang will er im Keller des gemeinsamen Wohnhauses in Volkach (Kreis Kitzingen) mit bloßen Händen auf die alte Frau eingeprügelt haben, bis sie regungslos am Boden lag. Erst danach soll das geschehen sein, was den Fall so außergewöhnlich brutal macht. Weil er davon ausging, dass sie tot war, will der Angeklagte den leblosen Körper der Stiefmutter mit Peitschen und Stöcken geschlagen, mit Nadeln und anderen Folterinstrumenten misshandelt haben: Mein Hass wurde immer größer. Ich wollte ihr all das Leid der letzten Jahre zurückgeben.
Die Staatsanwaltschaft geht von einer ganz anderen Version der Ereignisse aus und legt ihm Mord, Vergewaltigung und gefährliche Körperverletzung zur Last. Gleich fünf Mordmerkmale soll der 51-Jährige verwirklicht haben: Er habe die Renterin zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier, heimtückisch, grausam und zur Verdeckung einer Straftat umgebracht, sagte Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager. Den tiefen Hass auf seine Stiefmutter soll der Angeklagte über die Jahre entwickelt haben, weil sie von seinem verstorbenen Vater als Vorerbe für das von beiden bewohnte Haus eingesetzt worden war. Am Abend des 3. April 2006 soll er außerdem sexuell-sadistische Neigungen am Opfer ausgelebt haben.
Nach Ansicht des Anklagevertreters hat der Maschinenbauer die Rentnerin unter einem Vorwand in den Keller gelockt. Dort soll er seine Peitschen, Messer, Spieße, Seilzüge, Ketten und andere Folterwerkzeuge schon vorbereitet gehabt haben. Mit Hilfe eines Elektroschockers soll der 51-Jährige die Stiefmutter im Keller handlungsunfähig gemacht und sie dann entkleidet, gefesselt, geknebelt und mit gespreizten Armen und Beinen aufgehängt haben. Laut Anklage hat er sein wehrloses Opfer stundenlang gequält und mit Hilfe eines so genannten Scheidenspreizers brutal vergewaltigt. Ohlenschlager sprach von mindestens einhundert, möglicherweise auch mehreren hundert Schlägen mit Peitschen und Stöcken. Außerdem habe der 51-Jährige sein Opfer mit Nadeln in die Brüste gestochen und den Hals auf einer Länge von zwölf Zentim…
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