VKS-Verwertungsverbot? Keine Fahrerlaubnisentziehung wegen zu vieler Punkte?

Das Thema Beweisverwertungsverbot bei Videomessungen beschäftigt die Praxis noch weiter. Nun ist das Problem im Verkehrsverwaltungsrecht angekommen. Im konkreten Fall führte der mittels VKS festgestellte Verstoß nach rechtskräftiger Ahndung zum Übershreiten der 18-Punkte-Grenze und so zum Fahrerlaubnisentzug im Verwaltungsverfahren. Im vorläufufigen Rechtsschutzverfahren vor dem OVG Lüneburg (OVG Lüneburg, Beschluss vom 15. 3. 2010 - 12 ME 37/10 = NJW 2010, 1621 = SVR 2010, 195) hatte der Antragssteller keinen Erfolg mit dem Argument, dass die Eintragung aufgrund eines möglichen Beweisverwertungsverbotes nicht im Verwaltungsverfahren der Entziehung zugrundegelegt werden dürfe:

"...Gemäß § STVG § 4STVG § 4 Absatz III 2 StVG ist die Fahrerlaubnisbehörde bei der Fahrerlaubnisentziehung nach § STVG § 4STVG § 4 Absatz III 1 Nr. 3 StVG an die rechtskräftige Entscheidung über die Straftat oder die Ordnungswidrigkeit gebunden. Diese Bindung der Fahrerlaubnisbehörde gilt auch für die Gerichte, wenn sie über dieRechtmäßigkeit der Maßnahmen der Fahrerlaubnisbehörde entscheiden. Eine Ausnahme von dieser Bestimmung sieht das Gesetz nicht vor. Der Ast. muss daher den rechtskräftigen Bußgeldbescheid des Kreises B. vom 21. 9. 2009 wegen der Nichteinhaltung des erforderlichen Mindestabstands, welche zur Eintragung von drei Punkte…

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Themen: Verwertungsverbot , Berlin Brandenburg , Ast , Ovg Berlin , Ovg Lüneburg , Vks , Fahrerlaubnisentziehung , Voreintragungen
Rechtsgebiet: Verkehrsrecht

Erschienen 4. Juni 2010 auf http://www.blog.beck.de/blog.

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