Viereinhalb Jahre Haft für Überfall auf Kö-Juwelier

Ein 25-jähriger Niederländer ist heute vom Ladgericht Düsseldorf wegen eines Überfalls auf den "Kö-Juwelier" Kern zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren verurteilt worden. Die Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der Mann zusammen mit mehreren unbekannt gebliebenen Mittätern vor zwei Jahren mit einem Kleinwagen in die Eingangspassage der Juweliergeschäftes gerast war. Dort war das Fahrzeug stecken geblieben, die Eingangstür hielt dem Aufprall stand. Die Täter hatten das Fahrzeug daraufhin in Brand gesteckt und hierdurch erheblichen Sachschaden angerichtet. Dann waren sie in einem anderen Fahrzeug geflüchtet. Bei Mönchengladbach verursachten sie einen Unfall, ließen das Fluchtfahrzeug stehen und stahlen ein anderes Fahrzeug, mit dem sie ihre Flucht in Richtung Holland fortsetzten. In dem Unfallfahrzeug entdeckte die Polizei Blutspuren, die mittels DNA-Analyse dem Angeklagten zugeordnet werden konnten. Die Verurteilung des während des gesamten Prozesses schweigenden Täters beruht in erster Linie auf den DNA-Spuren. Eine Beteiligung an einem weiteren Überfall auf das Juweliergeschaft im April 2005, bei dem Uhren im Wert von mehreren Millionen Euro erbeutet wurden und von den Tätern wild um sich geschossen wurde, konnte die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten nicht nachweisen, hält diese aber für wahrscheinlich. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER

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Themen: Haft , Fahrzeug , Juwelier

Erschienen 6. Juli 2006 auf http://www.strafblog.de.

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