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VHV - Es kann wohl nicht teurer genug sein

am 06.06.2007 von Unfall - Blog

Wahnsinn kann bekanntlich Methode haben – und manchmal zur unendlichen Geschichte werden. Über deren Beginn war hier bereits berichtet worden:

Die VHV hatte gemeint, auf außergerichtliche Zahlungsaufforderungen hinsichtlich nicht anrechenbarer Anwaltskoten nicht reagieren zu müssen und es vorgezogen, sich diesbezüglich verklagen zu lassen. Es geht „immerhin” um 164,11 € nebst Zinsen i.H.v. fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem o9.o8.2006

Die VHV lässt sich zwar nicht – wie angekündigt – anwaltlich vertreten, streitet aber munter mehr oder weniger sinnvoll – wenn auch kaum verständlich – weiter und bestreitet insbesondere die Aktivlegitimation des Klägers. Als nun auch diese durch Einholung einer schriftlichen Zeugenaussage nachgewiesen ist – wonach der Kläger spätestens am 15.11.2006 von seiner Rechtsschutzversicherung autorisiert worden ist, den nach § 67 VVG übergegangenen Anspruch geltend zu machen – empfiehlt ihr das Gericht, die Forderung auszugleichen.

Und siehe, die VHV kommt dieser Forderung nach – aber nur teilweise. Sie zahlt de Hauptforderung, die Zinsen aber nur ab dem 23.o4.2007 (1,32 €). Lesenswert die zwar nicht mir, wohl aber dem Gericht gegenüber abgegebene Begrünung:

„... Zinsen erst mit Zugang der Zeugenaussage hier am 23.o4.2007 gezahlt. ... Die Zahlung erfolgt unter ausdrücklichem Protest gegen die Kostenlast, da die Beklagte keinen Anlass zur Klagerhebung gegeben hat. Die Zeugin bestätigte, dass Inkassovollmacht erst mit Mandatserteilung für den Prozess erfolgte, der Beklagten wurde diese Vollmacht dann schließlich erst als bzw. zusammen mit der Zeugenaussage vorgelegt.”

Interessante Rechtsansichten, oder? Erst wird Monate lang munter gestritten, und dann hat die Beklagte keinen Anlass zur Klagerhebung gegeben? Eine streitige Forderung wird erst mit Zugang …

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