VG Frankfurt a.M.: Schleppende Behördenarbeit berechtigt nicht zur Einschaltung eines Anwalts

VG Frankfurt/Main, Urteil vom 07.12.2009, Az. 1 K 2786/09 § 80 VwVfG

Die Dauer der Registrierungsverfahren nach dem ElektroG bei der Stiftung Elektro-Altgeräte Register sind berüchtigt. Nunmehr hat das Frankfurter Verwaltungsgericht - wenn auch nicht in einer die EAR-Stiftung betreffenden Angelegenheit - entschieden, dass die schleppende Bearbeitung eines Widerspruchs durch eine deutsche Behörde kein Grund ist, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Der Kläger, der bereits von der Behörde telefonisch die Mitteilung erhalten hatte, dass sein Widerspruch begründet sei, wartete mehr als 4 Monate vergeblich auf den schriftlichen Bescheid, den er wegen der Auszahlung eines Förderbetrags dringend benötigte. Schließlich schaltete er einen Rechtsanwalt ein. Dessen Kosten muss der Kläger nun selbst tragen, da das Gericht die Notwendigkeit der Hinzuziehung eines Rechtsanwalts verneinte. Dessen Einschaltung sei nur zulässig, wenn die Sache selbst Tat- und Rechtsfragen aufwürfe, die sich nicht …

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches

Themen: Rechtsanwalt , Frankfurt , Ersatz , Behörde , Verwaltungsgericht , Urteile & Beschlüsse , Anwaltskosten , Widerspruch , Ear , Verwaltungsakt , Berufsrecht / Rvg , Notwendig , Notwendigkeit
Rechtsgebiet: Verwaltungsrecht

Erschienen 21. April 2010 auf http://damm-legal.de.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Anwaltskosten für Tatsachenvortrag beim Widerspruch

Rechtslupe | 2. November 2011 — Eine Notwendigkeit der Beauftragung eines Rechtsanwalts besteht nicht, wenn zur Begründung eines Widerspruchs ein bloßer Tatsac…

Zuziehung Eines Bevollmächtigten: Anwalt nicht notwendig, um der Behörde Beine zu machen

Anwalt bloggt | 31. Januar 2010 — Die Notwendigkeit der Hinzuziehung eines Bevollmächtigten ist nicht zu bejahen, wenn der Bevollmächtigte lediglich deshalb eing…

BGH: Erstattungsfähigkeit von vorgerichtlichen Patentanwaltskosten im Abmahnverfahren – hier verneint

wekwerth.de | 5. August 2011 — Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem Urteil vom 24.02.2011 (I ZR 181/09) entschieden, dass sich die Frage der Erstattungsf…

LG Köln: Abmahnkosten für Filesharing-Abmahnung auch für Unternehmen mit eigener Rechtsabteilung erstattungsfähig

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 9. Juli 2009 — LG Köln, Urteil vom 18.07.2007, Az. 28 O 480/06 §§ 19 a, 97, 105 UrhG; 670, 683 Abs. 1 BGB Das LG Köln hat entschieden, das…

KG Berlin: Ausländisches Unternehmen muss sich nicht sowohl eines ausländischen und eines deutschen Rechtsanwalts bedienen

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 18. September 2009 — KG Berlin, Beschluss vom 27.08.2009, Az. 2 W 262/08 § 91 Abs. 1 ZPO Das KG Berlin hat entschieden, dass ein im Ausland (hie…

Stiftung Elektro-Altgeräte Register

Handakte WebLAWg | 17. Dezember 2005 — Die Stiftung Elektro-Altgeräte Register ist die “Gemeinsame Stelle der Hersteller” im Sinne des Elektro- und Elektronikgeräte…

Der Anwalt ist inkompetent und ich hasse ihn

ADMIGRA | 29. November 2011 — Diese Worte hatte die verärgerte Mandantin der Mitarbeiterin eines Anwalts entgegengeworfen, der daraufhin das Mandatsverhältni…

AG Leipzig: Unverlangte Werbefaxe - Spam

advobLAWg | 25. August 2005 — Erstattungsfähige Kosten für die Einschaltung eines Rechtsanwalts zur Durchführung einer Abmahnung wg. unzulässiger Telefaxwerbung…

KG Berlin: Abmahnung mit Prozessfinanzierer - Zum Rechtsmissbrauch bei Einschaltung eines Prozessfinanzierers zur Verfolgung wettb…

MEDIEN INTERNET und RECHT | 30. August 2010 — 1. Ein Rechtsmissbrauch im Sinne von § 8 Abs. 4 UWG ist anzunehmen, wenn ein Rechtsanwalt seinen Auftraggeber ganz oder teilweise …

LG Mannheim: Doppelte Kosten bei markenrechtlicher Abmahnung

Kurz Pfitzer Wolf | 15. Juni 2009 — Was war passiert? Ein Unternehmen wurde wegen einer Markenrechtsverletzung vom Markeninhaber abgemahnt. Mit der Abmahnung wur…