Versuchter Mord: Handtaschendieb verät Taxiräuber
am 15.01.2007 von strafblog
Etwas ungewöhnlich war die Vorgeschichte der Festnahme von zwei jugendlichen Taxiräubern, die Anfang Januar einen Münchner Taxifahrer niedergestochen und ausgeraubt hatten. Der Mann erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen, ist aber inzwischen stabilisiert.
Laut sueddeutsche.de hatte die Polizei einen 17-jährigen Straßenräuber gefasst, der am Freitag eine 80-jährige Frau überfallen und ihr die Handtasche entrissen hatte. Bei der Befragung des Jugendlichen gab dieser schließlich preis, er kenne jemanden, der sich mit dem Überfall auf den Taxifahrer gebrüstet habe. Der Junge schien Insider-Wissen zu haben, so dass die Mordkommission auf den Plan trat. In der Nacht zum Samstag wurden dann ein 16-jähriger in Deutschland lebender Türke und ein 17-jähriger Deutscher festgenommen, die die Tat inzwischen gestanden haben. Danach lotsten sie den Taxifahrer in eine abgelegene Gegend. Dort angekommen, forderte der ältere der Beiden, der auf dem Beifahrersitz saß, den Taxifahrer auf, ihm Geld auszuhändigen. Ohne abzuwarten, stach der jüngere dann von hinten auf den Taxifahrer ein. Diesem gelang es noch, das Taxi zu verlassen. Auf der Straße stach der 16-Jährige dann aber weiter auf ihn ein. Die 375 Euro Beute teilten sich die beiden Täter.
Jetzt droht ihnen eine lange Jugendstrafe. Die Höchststrafe beträgt 10 Jahre.
Autor: RA Rainer Pohlen
Kanzlei POHLEN + MEISTER
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