Verschwunden im Nirgendwo: Der Skandal jenseits von Guantánamo
am 04.08.2005 von http://menschenrechte.blogg.de/
Zwei Jemeniten verschleppt und 18 Monate an geheimen Orten unter US-Kommando inhaftiert
Guantánamo ist nur die Spitze eines Eisbergs: US-amerikanische Geheimdienste verschleppen Menschen in geheime Haftzentren auf der ganzen Welt, misshandeln und foltern sie. Dabei bedienen sie sich der Unterstützung anderer Länder. Was das für die Betroffenen heißt, macht der Fall von Salah Nasser Salim Ali und Muhammad Faraj Ahmed Bashmilah deutlich. Die 27- und 37-jährigen Jemeniten verbrachten über eineinhalb Jahre in geheimer Haft, ohne zu wissen, wo sie sind, ohne Kontakt zu ihren Familien oder Anwälten, ohne Tageslicht zu sehen, die meiste Zeit an Händen und Füßen gefesselt. Beide sitzen jetzt in einem Gefängnis im Jemen. Dort konnte amnesty international mit ihnen sprechen. Die Ergebnisse des Gespräches sind in einem heute veröffentlichten ai-Bericht zusammengefasst.
Wir müssen davon ausgehen, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt und die USA weiterhin zahlreiche Häftlinge an unbekannten Orten festhalten, sagte Ferdinand Muggenthaler, Amerika-Experte bei ai. Geheime Haft widerspricht internationalem Recht und erleichtert die Anwendung von Folter. Muggenthaler forderte die USA und andere Länder auf, diese Praxis des Verschwindenlassens sofort zu stoppen. Die US-Regierung muss die Identität aller geheimen Gefangenen offen legen, sie freilassen oder in einem fairen Verfahren anklagen.
Die befreundeten Jemeniten Salah Nasser und Muhammad Faraj lebten in Indonesien. Salah Nasser wurde dort im August 2003 verhaftet, Muhammad Faraj zwei Monate später in Jordanien. Salah Nasser wurde nach Jordanien geflogen. Beide Männer sind nach eigenen Angaben zunächst vier …
Internationaler Tag des Folteropfers am 26. Juni
Menschenrechte / amnesty international fordert: Guantánamo schließen, die Wahrheit offen legen! Das Gefangenenlager in Guantánamo muss unverzüglich geschlossen werden. Die über 500 Gefangenen sind vor ein ordentliches Gericht zu stellen oder freizulassen, hat…
amnesty international begrüßt Freilassung von Murat Kurnaz
Menschenrechte / Pressekonferenz mit Anwälten 25. August 2006 in Bremen Informationsveranstaltung mit Anwälten 26. August 2006 in Berlin amnesty international (ai) hat die Freilassung von Murat Kurnaz aus dem US-Gefangenenlager Guantánamo begrüßt. Gleichzeitig…
Amnesty International wirft der CIA mehr als 1.000 illegale Gefangenenflüge vor
strafblog / Einem Online-Beitrag der TAGESSCHAU zufolge wirft Amnesty International der CIA vor, bei rund 1.000 geheimen Flügen terrorverdächtige Gefangene an geheime Orte überwiegend in Länder wie Pakistan, Ägypten, Jordanien und Syrien, in denen Foltermet…
26. Juni Internationaler Aktionstag gegen Folter
Menschenrechte / Keine Flüge in die Folter! 1997 hat die UN-Generalversammlung den 26. Juni zum Internationalen Tag zur Unterstützung der Opfer der Folter erklärt. Seither ist dieser Tag einer der wichtigsten Aktionstage für amnesty international. Unterstüt…
Die Straße nach Guantánamo beginnt in Pakistan
Menschenrechte / Hunderte Menschen sind in Pakistan verhaftet und, oft ohne jede Grundlage, den USA als Terroristen verkauft worden. Mehr als 85 Prozent der Häftlinge in Guantánamo sind nicht von US-Truppen, sondern von Afghanen und Pakistanis verschleppt und gegen…
EU-USA-Gipfel: ai fordert mehr Druck auf die USA, Guantánamo zu schließen
Menschenrechte / Berlin, 27. April 2007 - Die EU muss ihr Gipfeltreffen mit den USA am 30. April nutzen, um wirksamer als bisher auf ein Ende der Menschenrechtsverletzungen im Krieg gegen Terror zu drängen. In einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel als…
