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Verrohung durch Verhältnismäßigkeit

am 03.12.2006 von http://www.unfehlbar.net

Die Sonntagszeitung widmete sich in der letzten Woche unter dem Titel “Mit aller Gewalt” der obligatorischen Debatte um eine Ausweitung des Jugendschutzes im Bereich von Computerspielen. Darauf bezieht sich der nun diese Woche abgedruckte Leserbrief:
Es gibt in unserer Gesellschaft mancherlei Absurditäten. Dazu zählt auch die endlose Debatte über das Pro und Contra eines Verbots von gewaltverherrlichenden Filmen, “Spielen” und sogenannten “Killerspielen”. […] Diese Debatte wird - das kann vorhergesagt werden - endlos weitergehen, solange es hingenommen wird, daß die Gewaltproduzentenlobby eindeutige Kausalnachweise hinsichtlich eines Zusammenhangs zwischen ihren Produkten und der hohen Gewalttätigkeitsschwelle in unserer Gesellschaft fordert. Sie wird auch weiterhin noch so gewichtige wissenschaftliche Ergebnisse durch “Gegengutachten” zu entkräften versuchen und sich in dieser Beziehung nicht lumpen lassen, denn es steht für sie viel auf dem Spiel.
Es ist an der Zeit, daß die Politik diese Absurdität durch einen mutigen Schritt beendet und die Produktion und den Vertrieb gewaltverherrlichender Filme und “Spiele” prinzipiell verbietet, und zwar mit folgender Begründung:
Ein eindeutiger Kausalnachweis kann nicht erbracht werden und darf infolgedessen auch nicht zur Voraussetzung eines Verbotes …

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