Veröffentlichung: Professionelle Online-Dienste für Juristen
am 12.11.2006 von Kanzlei Kremer
In der NJW 2006 Heft 46 (Seite 3313 ff.) ist der von Prof. Dr. Noack und mir verfasste Aufsatz “Professionelle Online-Dienste für Juristen” (siehe auch Veröffentlichungen) erschienen.
Aus der Zusammenfassung des Verlags:
In den letzten Jahren ist die Zahl der Rechtsanwälte, die neben herkömmlichen Printmedien das Internet zur Recherche juristischer Fachinformationen nutzen, enorm gestiegen. Ulrich Noack und Sascha Kremer erörtern in ihrem Aufsatz die Bedeutung von professionellen Online-Diensten für Juristen, stellen im Überblick beck-online, juris, LEGIOS und LexisNexi vor und geben einen Ausblick auf die Online-Dienste für Juristen in der Zukunft.
Insbesondere die letzten Absätze des Aufsatzes dürften für Nachdenken sorgen.
Ein Auszug:
Bislang […] sind Online-Dienste reine Einbahnstraßen – das Wissen wird abgerufen, einen Weg zurück gibt es nicht. Dabei könnte der Nutzer viel weitergehend einbezogen werden: […] Spannender noch [als die passive] ist die aktive Mitwirkung, etwa indem die Nutzer selbst Dokumente – in Ergänzung zur redaktionellen Aufbereitung durch den Anbieter – verschlagworten, in ihrer Bedeutung bewerten, kommentieren und in Kontext zu anderen Dokumenten setzen können, und das sichtbar und kritisierbar für andere. Dies kann nach dem Modell der freien Enzyklopädie Wikipedia erfolgen und etwa über eine optional dem Nutzer zugängliche Informationsebene realisiert werden. So würde sich um die jeweiligen Online-Dienste eine fachlich versierte Gemeinschaft bilden, die - durchaus im eigenen Interesse - an der Verbesserung und Vernetzung ihrer Rechtssphäre webt.
Für juristische Fachinformationen, zumal an ein juristisches Fachpublikum gerichtete Fachinformationen, wäre dies ein Novum: Weg von den vorgegebenen Strukturen und Meinungen durch einen Standardkommentar, hin zur Diskussion, Bewertung und kritischen Auseinandersetzung.
Die Anbieter würden …
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