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Vermittlerhaftung: Vermittler haftet jahrelang für Vertrauen, das er weckt.

am 07.05.2008 von KAPITAL-RECHTINFO

Das Oberlandesgericht Hamm hatte im November 2007 einen Fall zu entscheiden, der sich mit fehlerhafter Anlageberatung aus dem Jahr 2000 beschäftigte. Einer Anlegerin wurde eine Beteiligung empfohlen, ohne dass während der Beratung auf spezielle Risiken, insbesondere das des Totalverlustes, eingegangen worden ist. Gerade diese Risiken waren aber in dem bei Beitritt vorliegenden Prospekt verständlich geschildert. In der Folgezeit traten Risiken ein, von denen in der Beratung keine Rede gewesen war.
Das Richter aus Hamm verurteilten die Beraterin auf Schadensersatz wegen der eklatanten Falschberatung. In Teilen der Land- und Oberlandesgerichtlichen Rechtsprechung wird vertreten, dass der Anleger eine Obliegenheit habe, den Prospekt zu studieren. Hätte er dies getan, so hätte er auch Kenntnis davon gehabt, dass die Anlage nicht so sicher wie mündlich dargestellt sei. Sofern die Anleger in den Prospekt geschaut hätten, hätte sie auch Kenntnis von der Falschberatung gehabt. Sofern sie nicht reingeschaut haben führt das zur grob fahrlässigen Unkenntnis. Dies ist mit dem Verlust von Rechten verbunden.
 
Das Gericht hat hierzu entschieden, dass eine Obliegenheit, den Prospekt zu studieren, dann nicht bestehe, wenn der Anleger auf die Richtigkeit der Erklärungen des Beraters vertraut hat. Insoweit gilt dann der Vorrang des Vertrauens auf das Wort des Beraters. Sofern daraufhin der Prospekt nicht gelesen wird, mag dies zwar nachlässig sein, dies begründet aber nicht den Vorwurf der grob fahrlässigen Unkenntnis. Somit war der Anspruch der Klägerin im Jahr 2006 …

Victory Medienfonds 3. KG: Vermittler hat risikofreudigen Anleger über die Risiken einer Beteiligung zu informieren.

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Bundesgerichtshof: Prospektübergabe bzw. Kenntnisnahme für Haftung nicht erforderlich

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Vermittlerhaftung: Richtiger Prospekt ist kein Freibrief

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KAPITAL-RECHTINFO / Das erste Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München in Sachen Falk Zinsfonds setzt ein klares Signal für Anleger: Das Gericht hat erstmals bei einem Zinsfonds Position für die Geldgeber eingenommen, weil im Prospekt zugesagtes und tatsächlich…

Vermittlerhaftung: Kurzfristige Prospektüberlassung reicht zur Aufklärung nicht aus

KAPITAL-RECHTINFO / Mit Urteil vom 12.07.2007 (III ZR 145/06) hat der Bundesgerichtshof (BGH) erneut klar gestellt, dass ein Vermittler seiner Aufklärungspflicht nicht genügt, wenn er dem Anlageinteressenten den Emissionsprospekt unmittelbar vor dem Beitritt überlÅ

Vermittlerhaftung: Anlageberater muss Widersprueche zum bisherigen Anlageverhalten aufklaeren

KAPITAL-RECHTINFO / Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes (BGH) hat erneut ein Urteil aufgehoben, das einen Anlageberater von jedweder Pflichtverletzung freisprach. Dieser hatte sich – wie so oft – damit herauszureden versucht, dass der Anleger auf einem Formu…

Vif Babelsberger Filmproduktion GmbH & Co. Dritte KG: Von Risiken und ausreichenden Versicherungen – alles nur Kulisse?

KAPITAL-RECHTINFO / Anders als die vorherigen Instanzen hat der Bundesgerichtshof (BGH) den Weg zum Schadensersatz für Anleger des Filmfonds frei gemacht. Er prangert in seinem Urteil vom 14. Juni 2007 ganz deutlich die Verniedlichung von Risiken in Emissionsprospekt…

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