Verlustbescheinigung - Antragsfrist nicht versäumen

VON ELLEN ASHAUER-MOLL | Mit Einführung der Abgeltungsteuer hat der Gesetzgeber eine gesetzliche Frist für den Antrag auf eine sog. Verlustbescheinigung eingeführt. Bis zum 15.12. des laufenden Jahres muss die Verlustbescheinigung bei der entsprechenden Bank beantragt werden. Der Antrag ist unwiderruflich und muss der Bank bis zu dem Stichtag zugegangen sein.

Hintergrund dieser Regelung: Innerhalb einer Bankverbindung werden positive und negative Kapitalerträge, Gewinne und Verluste entsprechend den gesetzlichen Regelungen verrechnet. Bleibt in Summe zum Jahresende ein Verlustüberschuss – seien es Aktienverluste oder allgemeine Verluste - , so wird von der entsprechenden Bank dieser Verlust automatisch in das nächste Kalenderjahr übertragen. Damit kann die Bank diesen nicht ausgeglichenen Verlust im Folgejahr mit positiven Kapitalerträgen und Gewinnen verrechnen.

Alternativ kann der Anleger diesen Verlust, der innerhalb einer Bankverbindung entsteht, mit Erträgen und Gewinnen aus anderen Bankverbindungen bereits für das Entstehungsjahr verrechnen. Da zwischen den Banken eine Verrechnung nicht automatisch erfolgt, muss er diese Verrechnung in der Einkommensteuererklärung vornehmen. Der Antrag auf Verlustbescheinigung dient somit der Berücksichtigung von Verlusten im Entstehungsjahr, wenn zusätzlich positive Einnahmen entstanden sind, die durch die Zahlstelle, bei der der Verlust entstanden ist, keine Berücksichtigung finden konnten. Dies kann z. B. der Fall bei mehreren Bankverbindungen sein. Auch Kapitalertr…

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Themen: Fachbeiträge , Gewinn , Verlustbescheinigung

Erschienen 3. November 2009 auf http://www.gabler-steuern.de.

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