Unwirksamer Gewährleistungsausschluss bei privaten Verkäufen
www.rechtsklarheit.de | 10. Januar 2010 — Anders als gewerbliche Verkäufer können private Verkäufer im Kaufvertrag über gebrauchte Sachen einen Gew&aum…
Jemand bestellt “online” in seiner Eigenschaft als Privatmann bei einem Internet-Shop nach deutschem Recht einen neuen Artikel, der geliefert werden soll. Der Betreiber des Online-Geschäfts ist Unternehmer im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Angenommen der Käufer erhält die Ware nicht oder die Ware ist beschädigt geliefert worden. Vielleicht hat der Transportunternehmer die Ware bei einem Nachbarn abgegeben, der von nichts mehr weiß. Ausnahmsweise kann es auch vorkommen, dass Waren gar nicht versendet wurden, der Verkäufer jedoch das Gegenteil behauptet. Die Ausgangslage ist immer gleich. Der Käufer hat bezahlt und seine Ware nicht erhalten. Der Verkäufer meint, er habe seinen Vertrag bereits erfüllt, indem er die Ware an das Transportunternehmen übergeben hat. An wen wendet sich der Käufer?
Das Transportunternehmen kann eigentlich nicht viel für den Käufer tun. Es besteht kein Vertragsverhältnis. Ein Vertrag ist zwischen dem Verkäufer und dem Transportunternehmen zustande gekommen. Es besteht aber die Möglichkeit, dass sich der Käufer den Anspruch des Verkäufers gegen das Transportunternehmen auf Schadensersatz abtreten lässt. Davon kann einem Privatmann allerdings nur abgeraten werden. Denn liegt ein Fernabsatzvertrag vor, ist der Verkäufer Unternehmer im Sinne von § 14 BGB und der Käufer Verbraucher im Sinne von § 13 BGB, haftet er gemäß § 474 Abs. 2 i.Vm. § 477 BGB für den Verlust der Ware auf dem Transportweg. Diese Regelung kann der Unternehmer weder durch Individualvereinbarung noch durch Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) umgehen. Es handelt sich um ein unabdingbares Recht (ius cogens) zugunsten des Verbrauchers. Der Verkäufer haftet sowohl für den Verlust als auch für Beschädigungen der Ware auf dem Transportweg. Der Käufer kann also weiterhin Lieferung verlangen. Als Ausgleich hat der Verkäufer meist einen Anspruch auf Schadensersatz gegen das Transportunternehmen.
Doch was ist, wenn das Transportunternehmen die Ware bei einem Nachbarn abgegeben hat, der die Ware aus irgendwelchen Gründen nicht herausgibt. Für den Käufer ändert sich eigentlich nichts. Meist wird aber der Verkäufer noch mehr darauf bestehen, dass er nichts mehr schulde. Aber der Verkäufer irrt. Er hat mit dem Käufer vereinbart, ihm die Sache zu übergeben. Der Verkäufer müsste mindestens beweisen, dass der jeweilige Nachbarn dem Anschein nach bevollmächtigt war, Waren für den Käufer entgegen zu nehmen. Dies wird bei gemischten Wohn- und Geschäft…
» Vollständiger Artikelwww.rechtsklarheit.de | 10. Januar 2010 — Anders als gewerbliche Verkäufer können private Verkäufer im Kaufvertrag über gebrauchte Sachen einen Gew&aum…
strafblog | 16. Dezember 2006 — In der SIEMENS-Affäre um Schwarzgeldkonten und Schmiergeldzahlungen gerät die Unternehmensleitung zunehmend unter Druck. Der in Un…
www.rechtsklarheit.de | 29. November 2009 — Die bisherige deutsche gesetzliche Regelung, dass der Verbraucher bei einem wirksamen Widerruf eines Kaufvertrages z.B. über…
Kleinblog | David Klein | 16. Dezember 2006 — Bei Siemens gibt es die Geschenke in diesem Jahr schon vor dem heiligen Abend. Aber freuen will sich keiner darüber. Die Mü…
Jurabilis | 2. Oktober 2004 — so! wie bereits angekündigt werdet ihr, sobald der umzug gut überstanden ist, hier auch von mir lesen können... was euch erwartet?…
DPMS INFO | 11. Juli 2008 — Morgen findet in Berlin auf und entlang der Spree zwischen Oberbaumbrücke und Schillingbrücke eine Protestaktion statt, die sich g…
kanzlei-hoenig.de | 17. September 2008 — Die Lebenspartnerin meiner Mandantin schreibt mir: Eidesstattliche Versicherung Ich, Wilhelmine Brause, geb. am 12.6.19…
kanzlei-hoenig.de | 12. Juni 2010 — Es war schon von weitem zu hören. Sonst wurde es aber schneller wieder ruhig. Denn die Demos verlaufen meist nur über den Kottb…
Rechtblog | 5. Mai 2006 — Der 4. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Karlsruhe - Zivilsenate in Freiburg - hatte darüber zu entscheiden, ob die im Jahre 2002 …
LBR-Blog | 6. Januar 2009 — Das Landgericht Coburg hat in einem Urteil vom 12.12.2008 (LG Coburg, Urteil v. 12.12.2008, 32 S 69/08) festgestellt, dass der …