Vergütung des Treuhänders

Nachschlag bitte. Wann Treuhänder eine höhere Vergütung verlangen können.

Ein Verbraucherinsolvenzverfahren soll nicht nur in finanzielle Schwierigkeiten geratene Schuldner von ihrer Schuldenlast befreien – es verursacht auch erhebliche Kosten. Dass diese dabei schon einmal höher ausfallen können als erwartet, überrascht viele Schuldner. Warum ist das überhaupt wichtig? Trägt die Kosten nicht der Staat? Nein, denn die Kosten selbst (Vergütung des Treuhänders sowie Gerichtskosten) unterliegen nicht der Restschuldbefreiung. Über einen Kostenstundungsantrag erreicht man, dass die Kosten des Verfahrens erst nach Erteilung der Restschuldbefreiung gezahlt werden müssen. Dann kommen schnell ein paar Tausend Euro zusammen, wenn keine Insolvenzmasse vorhanden ist. Mit anderen Worten: Schulden nach der Insolvenz. Die Vergütung kann gelegentlich sogar höher als durchschnittlich sein.

Das zeigt ein aktuelles Urteil ((BGH, Beschl. v. 26.4.2012 – IX ZB 176/11 (LG Krefeld)). Danach kann beispielsweise ein Treuhänder einen Zuschlag auf eine zuvor vom Insolvenzgericht festgelegte Vergütung fordern. Auch, wenn dieses Vorgehen höhere Kosten für den Schuldner bedeutet.

Im vorliegenden Fall hatte der Treuhänder eines vereinfachten Insolvenzverfahrens die Erhöhung seiner Vergütung eingefordert, da er von der Gläubigerversammlung mit der Prüfung und Durchsetzung von Anfechtungsansprüchen beauftragt wurde. Das Gericht folgte schließlich der Argumentation, dass hierdurch ein erheblicher Arbeitsaufwand entstanden sei.

Fazit: Häufig gehen Vergütungsanträge des Treuhänders “ungeprüft” vom Schuldner durch. Doch sollten diese Anträge vom Schuldner geprüft werden, denn er hat später die Koste…

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Themen: Urteile , Urteil Bgh , Gelegentlich , Prüfung , Vergütung Insolvenzverwalter , Vergütung Treuhänder

Erschienen 5. Dezember 2012 auf https://www.lldk-insolvenzrecht.de.

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