Verfassungsbeschwerde ist keine Arbeitsbeschaffung für Rechtsanwälte

In dem hier vorliegenden Fall des Bundesverfassungsgerichts ist die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen worden. Allerdings hat der Bevollmächtigte des Beschwerdeführers eine Missbrauchsgebühr in Höhe von 1.000 € auferlegt bekommen.

Der Prozessbevollmächtigte des vorliegenden Verfahrens hat bereits in mehreren Parallelfällen Verfassungsbeschwerden erhoben, die jeweils nicht zur Entscheidung angenommen wurden. In der erneuten Verfassungsbeschwerde sieht das Verfassungsgericht einen groben Missbrauch.

Die Verhängung einer Missbrauchsgebühr beruht auf § 34 Abs. 2 BVerfGG. Es ist Aufgabe des Bundesverfassungsgerichts, grundsätzliche Verfassungsfragen zu entscheiden, die für das Staatsleben und die Allgemeinheit von Bedeutung sind, und – wo nötig – die Grundrechte des Einzelnen durchzusetzen. Das Bundesverfassungsgericht ist nicht gehalten, hinzunehmen, dass es in der Erfüllung dieser Aufgaben durch erkennbar aussichtslose Verfassungsbeschwerden behindert wird.

Aus dem begründeten Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 3. März 2011 zu den vorhergehenden Parallelfällen geht hervor, dass die Verfassungsbeschwerde wegen näher erläuterter Substantiierungsmängel nicht zur Entscheidung angenommen wurde. Dieser Nichtannahmebeschluss wurde dem Prozessbevoll…

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Themen: Rechtsanwalt , Bundesverfassungsgericht , Verfassungsbeschwerde , Bvr , Lte , Missbrauchsgebühr , Nichtannahmebeschluss

Erschienen 8. November 2011 auf http://www.rechtslupe.de.

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