Verdi will im Tarifstreit mit Bankgewerbe Druck erhöhen

Frankfurt (Reuters) - Die Gewerkschaft Verdi will im Banken-Tarifstreit den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Zu Beginn der zweiten Verhandlungsrunde am Dienstag in Frankfurt seien Protestaktionen von Bankmitarbeitern geplant, erklärte Verdi am Montag. Die Rede ist von einer "aktiven Mittagspause" der Beschäftigten. Es müsse endlich Bewegung in die Gespräche für die 250.000 Mitarbeiter der privaten und öffentlichen Banken kommen, erklärte Verdi-Bundesvorstand Uwe Foullong. Die erste Runde war vor zehn Tagen ergebnislos zu Ende gegangen.

Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Lohn oder ein Plus von mindestens 260 Euro sowie den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Die Arbeitgeber sprechen dagegen von nur moderaten Lohnanhebungen und pochen vor allem auf einer Flexibilisierung der Arbeitszeiten und Gehälter. Ein konkretes Angebot haben sie bislang nicht vorgelegt. Zentraler Knackpunkt ist der geforderte Ausschluss betriebsbedingter Kündigung für den Fall von Bankfusionen. Dies lehnen die Arbeitgeber strikt ab. Verdi befürchtet im Zuge der erwarteten Zusammenschlüssen von Geldhäusern den Abbau Zehntausender Stellen.



Quelle: Reuters (30. Juni 2008)

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Themen: Frankfurt , Rede

Erschienen 30. Juni 2008 bei http://www.reuters.com.

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