ver.di: Im Sauseschritt zum Ausverkauf
am 11.05.2007 von Heimspiel
Zum Thema “ver.di-Streik bei der Telekom” erreichte mich folgender Gastbeitrag, dem nichts hinzuzufügen ist:
Willkommen im Schreckensszenario von ver.di! Wenn ver.di wieder irgendeinen ahnungslosen Techniker mit Sprechzettel vor die Kameras des heute-journals stellt, der dann Sätze stammeln darf wie “Ich weiß nicht, wie ich als Familienvater meine Familie mit 44,5 Prozent weniger in der Lohntüte ernähren soll”, dann werde ich echt fassungslos.
Bleiben wir doch mal bei den Fakten:
- 9 Prozent brutto weniger Gehalt, die Absenkung verteilt verteilt auf drei Jahre
- 4 Stunden Arbeit mehr pro Woche auf ein marktübliches Niveau - Leute, wir reden hier dann von einer 38-Stunden-Woche
- Erhöhung des variablen Anteils auf Basis der individuellen Leistung, das heißt, wer gut performt hat auch mehr in der Tasche
- Einstiegsgehälter bei 20 T€ p.a., wie ver.di sie auch schon bei der T-Mobile vereinbart hat. Apropos Einstiegsgehälter - wer woanders mehr verdienen kann, kann sich doch gerne da bewerben.
Warum will die Telekom die Kosten senken? Hier für die ganz Schlichten:
Hohe Kosten = hohe Preise -> Kunden laufen weg
Niedrigere Preise bei hohen Kosten -> Macht der Regulierer nicht mit
Also weiter hohe Preise -> Kunden laufen weg.
Die Telekom wird ausgründen, mit oder ohne ver.di. Und wenn der ganze Krempel dann verkauft ist, an Walter TeleMedien oder andere Call Center Betreiber und die Tarifverträge dann in der Tat 40 Prozent niedriger sind, dann können sich die Leute, die von ver.di so trefflich vertreten wurden, bei Lothar Schröder bedanken. Der sitzt dann wahrscheinlich bei Oskar Lafontaine in seiner Saarbrücker Prachtvilla (Volksmund “Palast der sozialen Gerechtigkeit”) bei Spargel und Kalbsfilet und heckt aus, wie er seine nächste Wiederwahl als Bundesvorstand sichern kann. Vieleicht macht er dann die Deutsche Post platt. Und wenn er dann seine Frau anruft, dass es wieder einmal später wird (Oskar: “Komm Lothar, noch ein Fläschchen Großes Gewächs”), dann macht er das wahrscheinlich über Arcor. Die sind ja billiger.
Herzlichen Glückwunsch!
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