Verdi droht im Tarifstreit mit T-Systems Warnstreiks an

Düsseldorf (Reuters) - Die Gewerkschaft Verdi will die Deutsche Telekom mit Warnstreiks zur Vorlage eines neuen Tarifangebots bei der Tochter T-Systems zwingen.

"Die Verhandlungsstrategie des Arbeitgebers ist bislang eine einzige Provokation", sagte Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder am Dienstag. Die Beschäftigten der Geschäftskundensparte würden darauf nun eine geeignete Antwort geben. Die Telekom müsse ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch legen. Die nächste Verhandlungsrunde für die rund 27.000 Tarifangestellten soll am 1. Juli in Bonn beginnen.

Bereits am Morgen hätten erste Beschäftigte von T-Systems am Standort Köln die Arbeit vorübergehend niedergelegt, teilte Verdi weiter mit. In dieser und der nächsten Woche sollten weitere Standorte folgen. Insgesamt rund 2000 Beschäftigte seien zur Teilnahme an den Ausständen aufgerufen.

Verdi fordert eine Anhebung der Gehälter bei T-Systems um 6,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten rückwirkend zum 1. April. Das letzte Angebot der Telekom sah für T-Systems-Mitarbeiter drei Einmalzahlungen von insgesamt zwölf Prozent vom jeweiligen Jahresgehalt des Mitarbeiters bis Ende 2010 vor. Die Zahlungen seien allerdings davon abhängig, ob die im Aufsichtsrat festgelegten Finanzziele auch erreicht würden. Das Angebot sehe zudem vor, bei einem erfolgreichen Geschäftsverlauf die Tarifgehälter Ende 2010 um vier Prozent anzuheben, bevor dann Anfang 2011 neue Tarifverhandlungen anstünden. "Die Beschäftigten dürfen nicht für die Fehler der Vergangenheit in Generalhaftung genommen werden", forderte dagegen Schröder.



Quelle: Reuters (24. Juni 2008)

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Themen: Deutsche Telekom

Erschienen 24. Juni 2008 bei http://www.reuters.com.

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