Verdächtige für Messerattacke auf Polizeichef kommen frei

Passau (Reuters) - Nach der Messerattacke auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl hat sich der Tatverdacht gegen zwei junge Männer aus der rechtsextremen Szene nicht bestätigt.

Die 26 und 27 Jahre alten Verdächtigen würden wieder auf freien Fuß gesetzt, kündigte der leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walch am Montag in Passau an. Beide Männer hätten ein Alibi und seien laut Zeugenaussagen nicht am Tatort gewesen. Auch an ihrer Kleidung hätten sich keine Tatortspuren gefunden. Außerdem habe Mannichl die Männer auf Bildern nicht wiedererkannt. Die Ermittlungen würden nun in der rechtsextremen Szene, aber auch in anderen Richtungen weiter vorangetrieben.

Die beiden Männer waren nach der Beschreibung Mannichls festgenommen worden. Der 52-jährige Polizeichef war am Samstagabend vor seiner Haustür von einem Unbekannten niedergestochen und schwer verletzt worden. Vor der Gewalttat stieß der Täter nach Angaben der Polizei rechtsextreme Drohungen aus. Mannichl war nach Angaben der bayerischen Behörden in den vergangenen Jahren konsequent gegen alle rechtsradikalen Bestrebungen vorgegangen und deswegen seit Monaten Zielscheibe rechtsextremer Anfeindungen gewesen.



Quelle: Reuters (15. Dezember 2008)

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Themen: Alibi , Szene
Rechtsgebiet: Strafrecht

Erschienen 15. Dezember 2008 bei http://www.reuters.com.

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