Verbringungskosten bei fiktiver Abrechnung
am 27.02.2006 von http://verkehrundrecht.blogspot.com
Immer wieder kommt es vor, daß Haftpflichtversicherer bei fiktiver Abrechnung die sog. Verbringungskosten nicht übernehmen (wollen). Hierbei handelt es sich um solche Kosten, die anfallen, weil irgendwelche Ersatzteile lackiert werden müssen und die beauftragte Werkstatt über keine eigene Lackierwerkstatt verfügt.
Der BGH hat entschieden, daß grundsätzlich der Geschädigte das Reparaturgeschehen in der Hand hält; er allein darf entscheiden, ob, wie und wo repariert wird (Urt. vom 29.04.2003 - VI ZR 398/02). Er darf sich somit auch dann an die Werkstatt seines Vertrauens wenden, wenn diese keine eigene Lackierwerkstatt hat (AG Augsburg, Urt. v. 13.5.2005 - 74 C 928/05; ebenso: OLG Hamm MittBl 1998, 58; AG Hamm NZV 2005, 649; LG Kassel ZfS 2001, 359).Zum Teil wird hierzu auch vertreten, daß der Geschädigte die Verbringungskosten jedenfalls dann ersetzt verlangen könne, …
Die Gothaer und ihre Textbausteine
Unfall - Blog / Über einen schönen Textbaustein der Gothaer war hier ja schon berichtet worden. Sie hat aber noch mehr davon: „Bei abstrakter, fiktiver Schadensberechnung sind die lediglich nach Gutachten oder Voranschlag vorauskalkulierten Koste…
CONDOR - versteht „Porsche” nicht
Unfall - Blog / Der Mandant hatte einen Verkehrsunfall, die Condor beauftragte einen Sachverständigen. Dieser ermittelte die Reparaturkosten seines PKWs auf der Basis des Stundensatzes einer markengebundenen Fachwerkstatt einschließlich Verbringungskosten…
Und noch mal: Stundenverrechnungssätze bei fiktiver Abrechnung
Verkehrsrecht Blawg / Hier hatte ich schon einmal über das Problem mit den Stundenverrechnungssätzen berichtet. Das AG Rüdesheim/Rhein (Urt. v. 28.07.2006 - 2 C 71/06 (08)) ist dem AG München nun beigetreten. Es hat klargestellt, daß sogar bei älteren Fahrzeugen d…
AG Hannover spricht UPE-Aufschläge und Verbringungskosten bei fiktiver Abrechnung zu
Unfall - Blog / In einem heute verkündeten Urteil hat das AG Hannover dem Geschädigten wieder einmal die sogenannten UPE-Aufschläge und Verbringungskosten zugesprochen. Diese hatte die Asstel Versicherung bei der fiktiven Abrechnung weggestrichen.…
Rechtswidrige Kürzungswelle bei fiktiver Abrechnung
Unfall - Blog / Obwohl das sog. “Porsche-Urteil” des BGH bei den Versicherungen bekannt ist, kürzen momentan immer mehr Versicherer bei fiktiver Abrechnung anhand eines sog “Prüfberichtes” die Reparaturkosten um die Positionen R…
Die Volksfürsorge und „die Rechtsprechung”
Unfall - Blog / Mal wieder ein Beitrag aus der Reihe „dümmliche Texttausteine”. Die Volksfürsorge (ja, genau die, die angeblich „gern” zahlt bzw. überweist) schreibt mir: „Nach der Rechtsprechung sind Positionen abzuzieh…
