Verbraucherzentrale fordert mehr Schutz des Verbrauchers im Internet!

Die Verbraucherzentrale fordert zusammen mit der Zeitschrift Computer-Bild einen besseren Schutz der Verbraucher vor angeblich kostenlosen Angeboten im Internet. In der Pressemitteilung der Verbraucherzentrale heißt es: 03.08.2009 - Kosten, die bei Verträgen im Internet entstehen, sollten die Nutzer vorher immer separat bestätigen müssen. Das fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), um die rasante Ausbreitung so genannter Kostenfallen im Internet zu stoppen. Täglich suchen Betroffene bei den Verbraucherzentralen Rat. „Wenn nichts passiert, können wir das Internet bald in World-Wide-Nepp umbenennen“, so Vorstand Gerd Billen. Einen aktuellen Schutz für Verbraucher bietet eine von der Zeitschrift Computerbild entwickelte Software. 1. Ob Hausaufgabenhilfen, Kochrezepte oder Software: Mit unzähligen vermeintlichen Gratis-Diensten locken unseriöse Anbieter Internetnutzer in eine Kostenfalle. Viele Verbraucher rechnen nicht damit, für Dienste zahlen zu müssen, die es im Internet im Normalfall kostenlos gibt. Im guten Glauben geben sie ihren Namen und ihre Adresse an – und haben ein teures Abo oder einen kostenpflichtigen Zugang abgeschlossen. Kurze Zeit später kommt die Rechnung, Beträge von 200 Euro für zwei Jahre sind keine Seltenheit. Wer die unverschämten Rechnungen nicht begleicht, wird mit Drohungen, Mahnschreiben und Inkassobriefen eingeschüchtert. Das wirkt: Viele Nutzer zahlen aus schierer Angst. 2. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert deshalb klarere gesetzliche Vorgaben, um die Preistransparenz im Internet zu erhöhen. „Dass ein Angebot Geld kostet muss für jedermann erkennbar sein, etwa durch ein deutlich sichtbares Abfragefeld“, so Billen. In Frankreich ist dies bereits Gesetz, Kostenfallen sind dort kein Thema. In Deutschland liegt der Schaden im Millionenbereich. Nach Angaben der Computerbild verschickte die Firma Content Services Limited., Betreiber der berüchtigten Abzock-Seite opendownload.de, im April dieses Jahres in einer einzigen Woche 170.000 Rechnungen zu je 96 Euro. Hat nur jeder Zehnte die Forderung beglichen, bliebe ein Gewinn von rund 1,5 Millionen Euro, erzielt innerhalb weniger Tage. 3. Trotz Erfolgen vor Gericht geht Hase und Igel-Spiel weiter Seit Jahren gewinnt der Verbraucherzentrale Bundesverband gegen unseriöse Online-Anbieter ein Verfahren nach dem anderen. Trotzdem nimmt die Abzocke weiter zu. Mit geringer Anpassung starten die Betreiber einfach ein neues Angebot. Schärfere Sanktionen gegen die Hintermänner könnten helfen, diesem Hase und Igel-Spiel einen Riegel vorzuschieben. „Anwälte, die im Auftrag der Betreiber Mahnschreiben wie Postwurfsendungen verschicken, muss die Zulassung entzogen werden können“, fordert Billen. Auch stünden die Banken in der Pflicht, einschlägig bekannten Anbietern ein Konto zu verweigern. 4. Software schützt vor Abzock-Seiten Da Aufklärung und Abmahnungen nicht mehr ausreichen, haben der Verbraucherzentrale Bundesverb…

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches
  • Links

Themen: Deutschland , Schäden , Verbraucher , Verbraucherzentrale

Erschienen 7. August 2009 auf http://www.drbuecker.de.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Verbraucherzentrale Bundesverband und Computerbild machen gegen unseriöse Online-Anbieter mobil

Recht für Verbraucher | 3. August 2009 — Verbraucherzentrale Bundesverband und Computerbild machen gegen unseriöse Online-Anbieter mobil Kosten, die bei Verträgen im …

Gesetz gegen Abofallen im Internet gefordert

Handakte WebLAWg | 3. August 2009 — Kosten, die bei Verträgen im Internet entstehen, sollten die Nutzer vorher immer separat bestätigen müssen. Das fordert der …

vzbv und Computerbild verlangen Gesetze gegen Abo-Fallen: Hilft das?

§§ Jur-Blog.de §§ | 5. August 2009 — Nachdem ein entschiedeneres Vorgehen der Polizei und Staatsanwaltschaften gegen Internet-Kriminalität gefordert wurde, sollen n…

Internet-Betrug: Aigner muss Abo-Fallen stoppen

§§ Jur-Blog.de §§ | 6. Juli 2010 — PM vzbv, 23.03.2010 – Verbraucherzentrale Bundesverband fordert besseren Schutz der Verbraucher vor Online-Mafia – Den Betrug …

01056 Verbraucherzentrale: Verbraucherzentrale Bundesverband reicht Klage gegen Anbieter PM2 (01056) ein

Recht für Verbraucher | 21. April 2010 — Verbraucherzentrale Bundesverband reicht Klage gegen Anbieter PM2 (01056) ein Eine gesetzliche Pflicht zur Preisansage bei Vor…

Verbraucherschützer fordern Gesetz gegen “Abo-Fallen” im Internet

For..Net | 4. August 2009 — Um unseriöse Online-Anbieter besser zur Verantwortung ziehen zu können, fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) de…

Software soll vor Abzocke schützen - hoffentlich hilft´s!

kLAWtext | 3. August 2009 — Das wird der Content Service Ltd., der Belleros Premium Media Limited und anderen aber gar nicht schmecken. Der Verbraucherzentral…

BVL und Verbraucherzentrale Bundesverband stoppen Internet-Betrug an belgischen Verbrauchern

Recht für Verbraucher | 3. Dezember 2007 — BVL und Verbraucherzentrale Bundesverband stoppen Internet-Betrug an belgischen Verbrauchern Belgische Verbraucherschutzbehörde, B…

Verbraucherzentrale

MarkenBlog | 5. März 2010 — „Das Wort ‚Verbraucherzentrale‘ genießt endlich Markenschutz“, informiert Bettina Dittrich, Rechtsexpertin der Verbraucherzen…

Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert Pläne, die Auskunftspflicht der Finanzaufsicht abzuschaffen

Recht für Verbraucher | 11. Februar 2009 — Mit Maulkorb aus der Finanzkrise? Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert Pläne, die Auskunftspflicht der Finanzaufsicht…

vzbv | Presse | Mitteilungen | 03.08.2009 - Allianz gegen Internet-Abzocke