Verbraucherrechte bei Kündigung des Leasingvertrags
Kündigt die Leasingbank den Leasingvertrag vorzeitig, drohen dem Leasingnehmer hohe Nachforderungen. Doch in vielen Fällen lohnt es,
sich zu wehren. Denn die Leasingbanken beachten die Verbraucherrechte nicht immer und stolpern über die komplizierten Regeln zur
Kündigung.
Verträge mit Restwertabrechnung dürfen gemäß § 498 Nr. 1 BGB bei Zahlungsverzug eines Verbrauchers nur gekündigt werden, wenn der
Rückstand mindestens zwei aufeinanderfolgende Leasingraten beträgt. Die Voraussetzung liegt nicht vor, wenn zwar der Rückstand in der
Summe mehr als zwei Leasingraten beträgt, aber nicht aus zwei aufeinanderfolgenden Leasingraten besteht, weil der Leasingnehmer
zwischendurch Zahlungen geleistet hat.
Der Rückstand muss bei Leasingverträgen mit einer Laufzeit von bis zu 36 Monaten in der Summe mindestens 10 % und bei Verträgen mit
längerer Laufzeit 5 % der Gesamtsumme aller Brutto-Leasingraten ausmachen.
Außerdem setzt gemäß § 498 Nr. 2 BGB die wirksame Kündigung voraus, dass dem Verbraucher vorher eine Kündigungsandrohung zugegangen
ist. Darin muss der rückständige Betrag genau ausgerechnet und dem Verbraucher durch eine Fristsetzung noch einmal Gelegenheit zur
Zahlung gegeben worden sein.
Stellt sich der in der Kündigungsandrohung genannte Betrag als überhöht heraus, z.B. weil die Leasingbank unberechtigte
Bearbeitungsgebühren verlangt oder Zinsen falsch ausrechnet, ist…
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