Staatsanwaltschaft ermittelt gegen "Vater des Hotelturms"
schreibmaschine | 31. Januar 2009 — Die graue Eminenz hinter den Firmen der insolventen Euro-Gruppe ist wieder ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Wie Leite…
Die graue Eminenz hinter der Würzburger Hotelturm-Ruine ist vom Amtsgericht Würzburg wegen „vorsätzlicher falscher Versicherung an Eides statt“ am Mittwoch zu 6.750 Euro (90 Tagessätze von 75 Euro) Geldstrafe verurteilt worden. Für den 65-jährigen Franz K. hat sich der Prozess damit bereits gelohnt: In einem Strafbefehl, gegen den er Einspruch eingelegt hatte, war noch eine Geldstrafe von 240 Tagessätzen von 100 Euro (24.000 Euro) festgesetzt worden.
Insgesamt an fünf Stellen, so wurde es ihm zu Beginn des Prozesses zur Last gelegt, soll K. bei seiner eidesstattlichen Versicherung (auch als „Offenbarungseid“ bekannt) vor einem Gerichtsvollzieher im vergangenen Dezember falsche Angaben gemacht haben. Übrig blieben nach zwei Verhandlungsterminen nur drei Kleinigkeiten (von Verteidiger Dr. Reinhart Stumpf als „Pipifax“ bezeichnet) wie ein Sparkonto in Österreich mit 409 Euro Guthaben, eine monatliche Zusatzrente in Höhe von 59 Euro und zwei fast wertlose Grundstücke in der Alpenrepublik. „Aber manche Gläubiger freuen sich auch, wenn sie jeden Monat 59 Euro pfänden können“, betonte Richterin Barbara Landgraf.
Die beiden anderen Anklagepunkte, Anteile an verschiedenen Gesellschaften, die der Angeklagte vor Jahren auf seine Ehrfrau übertragen und seiner Tochter geschenkt hat, führten mangels ausreichender Beweise nicht zu einer Verurteilung. In einem Fall war K. sogar vom Gerichtsvollzieher geraten worden, Gesellschaftsanteile nicht anzugeben, weil die betreffende Firma in Insolvenz war. „Machen sie so etwas bitte nicht mehr“, maßregelte der Staatsanwalt daraufhin den Gerichtsvollzieher.
Auch die i…
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