USBEKISTAN - Menschenrechtslage in Usbekistan weiter schlecht

Einem verstärkten EU-Engagement zum Trotz werden in Usbekistan Menschenrechte unverändert schwer verletzt. Kritische Journalisten, Vertreter der Zivilgesellschaft und Oppositionelle in Usbekistan werden weiterhin verfolgt und in unfairen Prozessen abgeurteilt. Darauf hat amnesty international (ai) anlässlich des zweiten Jahrestags der Massentötungen in der usbekischen Stadt Andischan hingewiesen. Vor der Sitzung des EU-Rats für Außenbeziehungen und Allgemeine Angelegenheiten am 14./15. Mai forderte ai Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier als Präsidenten des EU-Ministerrats auf, bei der usbekischen Regierung auf eine unabhängige internationale Untersuchung der Vorfälle vom 12./13. Mai 2005 zu drängen. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei starben Hunderte zumeist unbewaffneter Zivilpersonen. „Der Jahrestag von Andischan erinnert eindrücklich an die schlimme Menschenrechtslage in Usbekistan“, sagte Barbara Lochbihler, Generalsekretärin von ai Deutschland. „Bemühungen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, etwa in einem Menschenrechtsdialog mit Usbekistan, haben bisher nicht gegriffen. Staatsbeamte wenden systematisch und routinemäßig Folter an. Die Täter werden kaum zur Rechenschaft gezogen. Der Aufbau eines unabhängigen J…

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches
  • Links

Themen: Usbekistan , Amnesty International

Erschienen 11. Mai 2007 auf http://menschenrechte.blogg.de/.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

EU muss Druck auf Usbekistan erhöhen:

Menschenrechte | 2. März 2007 — Keine Folter und politische Haft mehr, Andischan untersuchen! Berlin, 2. März 2007 - Die EU muss den Druck auf die usbekische Regi…

Genickschuss: Tod durch Genickschuss im Minsker Knast

Menschenrechte | 4. Oktober 2004 — Amnesty international prangert in einem Bericht die Hinrichtungspraxis in Weißrussland und Usbekistan an. Verurteilte vegetieren o…

Kasachstan / Usbekistan: Der Menschenrechtsverteidiger Lutfullo Schamsuddinowist in Gefahr abgeschoben zu werden

Menschenrechte | 12. Juli 2005 — Der im Mai dieses Jahres aus Usbekistan geflohene Menschenrechtsverteidiger Lutfullo Schamsuddinow wurde am 4. Juli 2005 auf Antr…

Usbekistan: Weitere Misshandlungen um Wahrheit zu vertuschen

Menschenrechte | 21. September 2005 — Terrorismusprozesse beginnen in Taschkent Die Regierung von Usbekistan versucht durch massive Polizeieinsätze zu verhindern, dass …

Usbekistan: Exzessive Gewaltanwendung und drohende Folter

Menschenrechte | 22. Mai 2005 — amnesty international sorgt sich um die Sicherheit von etwa 81 Gefangene in der Stadt Andischan. Die Frauen und Männer, darunter …

Russland: Drohende Folter

Menschenrechte | 12. Juli 2005 — Mindestens 13, möglicherweise 14 Usbeken sind in unmittelbarer Gefahr, von den russischen Behörden gegen ihren Willen in ihr Heim…

Folterverbot unterlaufen

Menschenrechte | 6. November 2004 — Amnesty fordert Deutschland auf, Zusatzprotokoll der UN-Anti-Folter-Konvention zu unterzeichnen. Irakische Ärzte: Folter in US-kon…

25.05.2005 Staatssekretär Geiger fordert unabhängige Untersuchun

Bundesjustizministerium | 25. Mai 2005 — Der Staatssekretär im Bundesjustizministerium Hansjörg Geiger hat heute den usbekischen Justizminister Boritosh Mustafoyev empfang…

Irene Khan in Berlin: Deutschland kann Vorreiterrolle in Menschenrechtspolitik übernehmen

Menschenrechte | 21. März 2006 — Die internationale Generalsekretärin von amnesty international (ai), Irene Khan, hat die Bundesregierung aufgefordert, auf der int…

Steinmeier/Fischer vor BND-Ausschuss: Fälle El Masri und Kurnaz müssen politische Folgen haben

Menschenrechte | 13. Dezember 2006 — Berlin, 13. Dezember 2006 - Die Menschenrechtsverletzungen an Khaled El Masri und Murat Kurnaz dürfen nicht folgenlos bleiben, hat…

USBEKISTAN Menschenrechtslage in Usbekistan weiter schlecht – EU muss handeln