Urteil des BGH zum Anspruch des Verkäufers auf Schadensersatz nach einem unberechtigten Mangelbeseitigungsverlangen des Käufers
Karlsruhe, den 23. Januar 2008
Der unter anderem für das zuständige VIII.
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatte darüber zu entscheiden, ob und unter welchen Voraussetzungen ein Verkäufer Anspruch auf
Ersatz der Kosten hat, die er aufgewendet hat, um einen vom Käufer beanstandeten, aber tatsächlich nicht vorhandenen Mangel des
Kaufgegenstands zu beseitigen.
Ein unberechtigtes Mangelbeseitigungsverlangen nach § 439 Abs. 1 BGB stellt eine zum verpflichtende dar, wenn der Käufer erkannt oder fahrlässig nicht erkannt hat,
dass ein Mangel des Kaufgegenstands nicht vorliegt, sondern die Ursache für die von ihm beanstandete Erscheinung in seinem eigenen
Verantwortungsbereich liegt. Dadurch wird das Recht des Käufers, Mängelbeseitigung zu verlangen, nicht entwertet. Er muss im Rahmen
seiner Möglichkeiten lediglich sorgfältig überprüfen, ob die von ihm beanstandete Erscheinung auf eine Ursache zurückzuführen ist,
die nicht dem Verantwortungsbereich des Verkäufers zuzuordnen ist. Bleibt dabei ungewiss, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt, darf
der Käufer Mängelrechte geltend machen, ohne Schadensersatzpflichten wegen einer schuldhaften Vertragsverletzung befürchten zu
müssen, auch wenn sich sein Verlangen im Ergebnis als unberechtigt herausstellt.
BGH, vom 23. Januar 2008 - VIII ZR 246/06 (AG Peine -
Urteil vom 12. April 2006 - 18 C 370/04; LG Hildesheim - Urteil vom 11. August 2006 - 7 S 136/06)
Quelle: Presseerklärung des BGH, vollständiger Wortlaut hier …
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innerhalb des gleichen Gerichts gerechnet werden muß!
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