Krise trifft Familien - 37 Prozent spüren Auswirkungen
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Berlin (Reuters) - Unternehmen müssen einer Umfrage zufolge mehr für ihre Familienfreundlichkeit tun.
Demnach weisen 15 Prozent der Firmen einen deutlichen Nachholbedarf auf. 70 Prozent haben noch Entwicklungspotenzial. Die übrigen 15 Prozent zeichnen sich durch ein hohes Maß an Familienbewusstsein aus. Als neues Instrument für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll der neue Index "Beruf und Familie" dienen, den Familienministerin Ursula von der Leyen am Montag vorstellte.
Anhand eines Fragenkataloges, der auch der Umfrage zugrunde lag, können die Firmen überprüfen, wie gut ihre Mitarbeiter Familie und Beruf vereinbaren können und für Verbesserungen sorgen. Die Unternehmen sind laut Umfrage aber besser als ihr Ruf: Von 100 möglichen Punkten erreichten die befragten 1000 Firmen im Schnitt 63 Punkte. Den größten Nachholbedarf gibt es beim Dialog zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitern. Zwei weitere wesentliche Aspekte des Indexes sind die Unternehmenskultur in Sachen Familienfreundlichkeit und Leistungen wie zum Beispiel Betreuungsangebote.
"Familienbewusstsein in der Wirtschaft rechnet sich in Euro und Cent, es ist ein ganz harter ökonomischer Faktor", sagte von der Leyen bei der Vorstellung des Indexes, den das Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik mit Unterstützung des Familienministeriums erarbeitet hat. Die Balance zwischen Familie und Beruf müsse geschaffen werden, sonst gingen den Unternehmen die Fachkräfte verloren, mahnte die Ministerin. "Familienfreundlichkeit ist keine Frage der Größe eines Unternehmens oder der Branche." Entscheidend sei die Mitarbeiterstruktur: Je mehr qualifizierte Beschäftigte es gebe, die Kinder oder Alte betreuen müssten, desto wichtiger werde das Thema Familienfreundlichkeit.
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