“Gesetzlicher” Umgang?
Recht und Friedlich | 28. Oktober 2011 — Wir hören von unseren Mandanten häufiger, wenn es um das Umgangsrecht der Eltern mit ihrem Kind geht, dass der Umgang der geset…
Die Eltern eines unverheirateten Kindes, sind bei Vorliegen besonderer Gründe ausnahmsweise berechtigt, zu bestimmen, in welcher Art und für welche Zwecke sie ihrem Kind im voraus Naturalunterhalt gewähren. Sie können verlangen, dass das Kind im elterlichen Haushalt lebt und dort von ihnen versorgt wird.
Die Eltern haben mit ihrem Verlangen gegenüber dem Kind, Unterhalt in Naturalien leisten zu dürfen, dem Kind konkret mitzuteilen, welche Unterkunftsmöglichkeiten für das Kind vorgesehen sind. Die Eltern haben sich ferner zu verpflichten, für den gesamten Lebensunterhalt des Kindes aufzukommen, insbesondere das Kind auf ihre Kosten mit allen Nahrungsmitteln zu versorgen, die Kosten für die Beschaffung von Kleidungsstücken zu tragen, dem Kind ein ausreichendes, angemessenes Taschengeld zu zahlen, die persönlichen Ausgaben des Kindes zu bezahlen und für alle weiteren zur Zeit noch nicht absehbare Kosten des Kindes aufzukommen. Dem Verlangen ist eine Begründung hinzufügen (z.B. beschränkte Leistungsfähigkeit der Eltern; erhebliche Entlastung der Kinder).
Bei ihrem Bestimmungsrecht müssen die Eltern auf die Belange des Kindes die gebotene Rücksicht nehmen. Dem steht das Gebot der Rücksichtnahme des Kindes auf die wirtschaftlichen Interessen der Eltern gegenüber.
Haben die Eltern von ihrem Bestimmungsrecht wirksam Gebrauch gemacht und folgt das Kind dieser Entscheidung nicht, erhält das Kind keinen Barunterhalt. Das Kind ist an die Bestimmung der Eltern gebunden.
Liegt aufgrund des Verhaltens der Eltern eine schwere Störung des Vertrauensverhältnisses zwischen ihnen und dem Kind vor, können die Eltern das Bestimmungsrecht nicht ausüben. Eine tiefgreifende Entfremdung liegt insbesondere vor bei Misshandlung, Lieblos…
» Vollständiger ArtikelErschienen 3. Oktober 2011 auf http://www.scheidungsfix.de/.
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