Unsere Frau für Straßburg
hat eine neue Richterin am Europäischen
Gerichtshof für Menschenrechte: Angelika Nußberger, Verfassungs- und Sozialrechtlerin an der Universität Köln und Leiterin des
dortigen Instituts für Ostrecht.
“Institut für Ostrecht” – bin das ich oder klingt das tatsächlich ein bisschen, wie soll ich sagen? Aber egal, da kann Frau Nußberger
nichts dafür, und es ist ohne Zweifel wertvoll, dass sie eine Menge von osteuropäischem Recht und insbesondere von Russland versteht.
Mit den hat der EGMR ja immer gut zu tun.
Die unterlegenen Bewerber sind Günter Schirmer, Sekretär des Menschenrechtsausschusses des Europarats, und der BGH-Richter Bertram
Schmitt. Hübsch zu sehen ist, dass Schirmer in seiner versucht hat, mit seiner Abi-Note (1,2), seiner bayerischen Examensnote (“gut”) und seiner
Platzziffer im Zweiten Staatsexamen (19 von 493) zu prunken. An Schmitt gefällt mir der Titel seiner ersten Buchveröffentlichung:
Körperverletzung bei Fußballspielen. (Wieso fällt mir das gerade heute auf?)
Frau Nußbergers Vorgängerin Renate Jaeger, uns als streitbare Liberalisiererin des anwaltlichen Standesrechts im Ersten Senat des
Bundesverfassungsgerichts in lebhafter Erinnerung, hat auch schon einen neuen Job: Sie wird künftig für die Bundesrechtsanwaltskammer
in Streitigkeiten zwischen Mandanten und Anwälten um Honorarforderungen schlichten.
Gleichzeitig hat die Parlamentarische Versammlung des Europarats auch den Posten des Richters aus neu besetzt. Das ist deshalb bemerkenswert, weil der bisherige …
» Vollständiger Artikel