Grüne in Forsa-Umfrage nur noch zwei Punkte hinter SPD
Reuters | 15. September 2010 — Berlin (Reuters) - Die Grünen setzen in Umfragen ihren Höhenflug fort und liegen im wöchentlichen stern-RTL-Wahltrend nur noch …
Berlin (Reuters) - Die Union setzt einer Umfrage zufolge ihren Aufwärtstrend in der Wählergunst fort.
In dem am Mittwoch veröffentlichten Wahltrend des Senders RTL und des Magazins "Stern" gewinnen CDU und CSU zum dritten Mal in Folge einen Punkt hinzu und erreichen mit 37 Prozent ihren besten Wert seit Mitte Dezember 2009. Dagegen fallen die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 23 Prozent. Die Werte der übrigen Parteien änderten sich nicht: Die FDP verharrt bei vier Prozent und müsste damit weiter um den Wiedereinzug ins Parlament bangen, wenn am Sonntag gewählt würde. Die Grünen halten sich bei 20 Prozent, die Linke stagniert bei neun Prozent.
Trotz der anhaltenden Schwäche der FDP kommt das Regierungslager damit zusammen auf 41 Prozent und liegt nur noch zwei Punkte hinter SPD und Grünen, die gemeinsam auf 43 Prozent kommen. Vor drei Monaten hatte Rot-Grün im Stern-RTL-Wahltrend noch einen Vorsprung von zwölf Punkten und damit eine absolute Mehrheit erreicht. Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem "Stern", der Auftrieb für die Union sei vor allem Kanzlerin Angela Merkel zuzuschreiben. Die CDU-Chefin schaffe es erstmals, ihrer Partei eine Identität zu geben. Als Beispiel nannte er ihre Rede auf dem Karlsruher Parteitag im November, wo Merkel das konservative Profil ihrer Partei schärfte und klare Grenzen zu den Grünen zog. Auch der Rückzug konservativer Hardliner wie des Hessen Roland Koch wirke sich positiv aus. Ohne die Störfeuer vom rechten Unionsrand biete die Partei ein geschlossenes Bild, was vom Wähler honorieren würden.
Die FDP bleibt nach Güllners Worten dagegen ein Schwachpunkt der Regierung. Auf die Frage, welche Koalition ihrer Ansicht nach am besten für Deutschland sei, würden jetzt nur noch 16 Prozent Union und FDP nennen. Kurz vor der Bundestagswahl 2009 hatten noch 31 Prozent Schwarz-Gelb den Vorzug gegeben. "Hier schlägt sich eindeutig der Unmut über die FDP nieder", sagte der Forsa-Chef. Sogar nur noch ein Drittel der Unionswähler betrachte jetzt Schwarz-Gelb als ideale Konstellation. Derzeit bevorzugten 21 Prozent aller Bürger eine große Koalition. Dafür seien sogar 41 Prozent der Unionsanhänger. Ebenfalls 21 Prozent der Deutschen seien für Rot-Grün, vor allem Anhänger von SPD und Grünen.
Für die Erhebung wurden 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 17. bis 21. Januar befragt. Die Fehlertoleranz gab Forsa mit plus/minus 2,5 Punkten an.
Erschienen 26. Januar 2011 bei http://www.reuters.com.
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