Union will Gesundheitsausgaben um fünf Milliarden Euro senken

Berlin (Reuters) - Die Union will durch Einsparungen bei Ärzten, Kliniken, Apothekern und Krankenkassen im nächsten Jahr mindestens drei Milliarden Euro sparen.

Es sei entscheidend, dass diese Summe zusammenkommen, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Jens Spahn, am Freitag zu Reuters in Berlin. Zusammen mit dem Arznei-Sparpaket würden somit rund fünf Milliarden Euro an Einsparungen erzielt. Anders könne man den Bürgern zusätzliche Kosten durch das geplante Prämienmodell nicht erklären. Experten gehen davon aus, dass den Krankenkassen im kommenden Jahr ein Defizit zwischen sechs und 15 Milliarden Euro droht.

Bei Ärzten und Kliniken gehe es darum, die immensen Ausgabensteigerungen abzufangen, nicht aber in bestehende Budgets einzugreifen, sagte Spahn. Die Ärzte-Honorare steigen pro Jahr abhängig vom Krankheitsstand der Bevölkerung. Dieser "morbiditätsorientierte Zuwachs" könne ganz oder teilweise ausgesetzt werden, schlug Spahn vor. Langfristig solle es bei dieser Bemessung aber bleiben. Bei den Kliniken werden ebenfalls jährlich die Steigerungen festgelegt.

Spahn unterstrich, auch die Verwaltungskosten der Krankenkassen müssten unter die Lupe genommen werden. In früheren Jahren seien diese bereits per Gesetz begrenzt worden. Darüber hinaus will die Union auch bei den Apothekern sparen. Diese sollen einen Teil der Rabatte an die Krankenkassen abgeben, die sie vom Großhandel bekommen.



Quelle: Reuters (14. Mai 2010)

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Themen: Berlin , Germany , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Health And Medicine , Labour; Employment; Unemployment , Financials , Sprecher , Macro-economics , Insurance (industry Group) , Healthcare , Healthcare Services , Pharmaceuticals (sub-industry)

Erschienen 14. Mai 2010 bei http://www.reuters.com.

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